Full text: Nationale Bodenreform

Die Selbfteinkchätzung. 
N" Führern der deutschen Bodenrefromer ist mehr- 
fach verlangt worden, den Wert der Grundstücke 
durch Se l b st e in s < ätz ung zu ermitteln. Man kann 
diese Forderung schon in dem von Damaschke entwor- 
fenem Programm von 1898 unter den Einzelforderungen 
finden.*) Sie sind später aus dem Programm fortge- 
lassen, damit aber nicht aufgegeben worden. In den 
Zehn Geboten, die Dr. Damaschke am 3. Oktober 1924 in 
Lüneburg in einer Rede über Landwirtschaft und Boden- 
reform aufgestellt hat, und die später als Flugblatt ver- 
breitet worden sind, heißt es unter 2 bis 6: 
2. Eine Ein sch ät ung d e 8 Werte s des deutschen Bo- 
dens mit Hilfe der Selbst ein sch ät ung, die der 
Öffentlichkeit zugänglich sein muß. Dabei ist alles, was 
durch Arbeit- und Kapitalaufwendung des Besitzers er- 
zeugt ist, wie Verbesserungen, Baulichkeiten aller Art usw., 
abzuziehen. 
s. Gine Steuer auf diesen nackten Voden- 
w ert, die das Arbe i t - Land der Bauern, Pargzellen- 
bessißer und Pächter schont, den großen R e n t e n - Land- 
besitz gerecht erfaßt. 
1 Eine Erss e ß ung aller anderen Steuern für 
den s< a f f en d en Landwirt durch diese reine Grund- 
wertsteuer. 
: Der Steuerwert des Bodens bildet die Grundlage der 
Ent sch ä d i g u n g, wenn Land für öffentliche Zwecke 
erworben werden muß, insbesondere auch bei Abgabe von 
Siedlungland durch den Großgrundbesitz.**) 
I P o h l m an hat sich schon vorher in einem Auf- 
satz im Jahrbuch der Bodenreform ähnlich geäußert. 
Er hat eine parzellenweisse detaillierte Abschätzung von 
Grundstücken aufgrund des Katasterauszuges auf dem 
Wege der Selbsteinschätzung verlangt: 
B Lr. S; ßer t L§;eforn: 1924 S. 217. 
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