Aufgaben machen müssen, werden sicher noch andere Ein-
nahmen erforderlich machen. Zölle und Gebrauchabga-
ben, Luxussteuern und Abgaben vom Einkommen können
auch aus anderen Gründen berechtigt sein. Was Flür-
scheim hier auf S. 112 gesagt hat, ist auch meine Mei-
nung. Der Gedanke alle diese Steuern zugunsten einer
einzigen abzuschaffen ist, wie ich schon auf S. 57 und 62
gesagt habe, doktrinär und hat mit der Bodenreform
nichts zu tun.
C "?tes fraglich erscheint es mir, ob auch der
neuerdings in der Bodenreform Literatur aufge-
kommene Begriff des Wertes des „nackten“ Bodens zweck-
mäßig ist. Es kann genau genommen nur für Ödland
gelten. Auf jedem anderem Flecken Erde, es mögen
Äcker oder Waldungen, Teiche oder Bauftellen sein, stecken
sichtbare oder unsichtbare Arbeitwerte. Überall, wo der
Grund und Boden von Menschen bewohnt wird, kann
man annehmen, daß Natur und Menschenhand Werte ge-
schaffen haben, die mit dem Boden verbunden sind. Der
Einwand eines Gegners der Bodenreformer, daß es nack-
ten Grund und Boden mit Sicherheit nur auf dem Monde
gibt, hat eine bittere Wahrheit enthalten. Der Zusatz
nackt als adjectivum ornans ist auch vollkommen über-
flüssig, denn was man unter Grund und Boden und Ge-
bäuden versteht, weiß jeder ohne einen erläuternden
Zusatz.
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