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mit auch diese Konten auf den Stand der Kapitalnachweisung ge-
bracht sind. Diejenigen Konten, deren Salden mit den entsprechen-
den Posten der Kapitalnachweisung übereinstimmen müssen, sind
die Konten der Zahlungswerte, des Geldes, der Wechsel, der An-
lagepapiere, die Fremdkonten; sie geben zu Eintragungen in die Er-
trags- oder Verfügungsspalte keinen Anlaß. Bestanden bereits Kon-
ten für Abschreibungen, an denen die Kapitalnachweisung nichts ge-
ändert hat, so gilt von Ihnen das über die Konten der Zahlungswerte
Gesagte. Erhöhte die Kapitalnachweisung eine bestehende Ab-
schreibung oder verminderte sie eine solche, so wird die Vermeh-
rung dem Verfügungskonto belastet, die Verminderung ihm gut-
geschrieben. Schuf sie eine neue Abschreibung, so ist das Ver-
fügungskonto mit ihr zu belasten. Ist dies Alles geschehen, so müs-
sen sämtliche Spalten sich im Soll und Haben ausgleichen und das
Anfangskapital in Spalte eins und drei muß von dem Endkapital der
Spalte vier um den Saldo der Spalte „Verfügung‘ abweichen. Die
Praxis läßt meist die Spalten eins und zwei weg. Es ergeben sich
dreierlei Buchungen: auf Ertragskonto, auf Verfügungskonto — wo-
mit die kontenmäßige Einzelnachweisung der Kapitalveränderung
erledigt ist — und die Buchungen auf Bilanzkonto, womit die auf
den Stand der Kapitalnachweisung gebrachten Konten ausgeglichen
werden. Die Buchungen erfolgen, wie schon an einer früheren
Stelle gesagt, je nach Anlage der Buchhaltung im Grundbuch oder im
Sammelbuch oder in einem besonderen Bilanzvorbuch. In neuer
Rechnung werden die Bilanzsalden auf die entgegengesetzte Seite
vorgetragen. Diese Aufhebung der Ausgleichsbuchungen der alten
Rechnung sollte sich eigentlich auf besondere Grundbuchungen
gründen, die dann im entgegengesetzten Sinne erfolgen, z. B. in
alter Rechnung: Bilanz an Kassa, in neuer aber Kassa an Bilanz,
indessen kann dies auch unterlassen werden, da ja die Aufhebung
der lediglich ausgleichsweise. und zur äußeren Kennzeichnung des
Bücherabschlusses erfolgten Bilanzkontobuchungen selbstverständ-
lich ist.
Schematisches Beispiel einer Bilanz.
Kapitalnachweisung auf-den 31.Dezember 19.
Aktiva
Barbestand nebst Guthaben b. d. Reichsbank M. 22600
Wechsel
M. 720.— pr. 15. Jan. a/Krefeld
ern 4 USW: 15 000
Anlagepapiere
M. 20 000.— 4%: Frankf. Oblig. Lit. N. 20.000
Kunden
Gebr. Köhler, Greifswald M. 423.50
uSW. ME ante m 3
130 00