Die Sichtung des Stoffes: Zeitliche Ordnung
Siebzehntes Kapitel
Die Sichtung des Stoffes
Vgl. £, Bernheim, Lehrbuch der hist. Methode® 549—55; Lang-Zois-Seignobos,
Introduction aux 6tudes historiques (*Pariıs 1905) 200 — 17.
66. Zeitliche Ordnung. Zum Abschluß der Verarbeitung
des gesammelten Stoffes ist eine angemessene
Ordnung desselben notwendig. Sie kann sich je nach dem
Charakter und dem Bedürfnis der Arbeit nach verschiedenen
Gesichtspunkten richten. Wir können an erster Stelle
die zeitliche Reihenfolge ins Auge fassen.
Diese erste Ordnung wird sich 1. auf die Quellen
und Hilfsmittel erstrecken müssen, aus denen wir den
Stoff zur Arbeit gesammelt haben. Die Untersuchung über
die Entstehung der Quellentexte liefert von selbst das nötige
Material zur chronologischen Bestimmung der einzelnen
Quellen und der aus ihnen schöpfenden Darstellungen. Für
die Sichtung des Stoffes empfiehlt es sich aber, die Angaben
in zeitlicher. Ordnung zusammenzustellen, um so einen Überblick
über den Zusammenhang der Quellen zu erleichtern
und sie bei der Verwertung für die Arbeit in ihrer Zusammengehörigkeit
nicht auseinander zu reißen, soweit andere
Rücksichten nicht eine Abweichung von der zeitlichen Reihenfolge
nahelegen.
Ihre praktische Verwendung findet diese zeitliche Ordnung
der Quellen und Darstellungen schon bei den Literaturangaben,
wenn diese nicht in Form einer alphabetischen
Bibliographie vorgelegt werden.
Fonck, Wissenschaftliches Arbeiten. 3, Aufl;
241
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