Banken. (6 bis 10)
6. Hofrat Hans Remshard,
Direktor der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank in München,
Geb, 3. Januar 1870 in Fischbach bei Nürnberg, absolviert das humanistische
Gymnasium, 6 Jahre aktiver Militärdienst. Übertritt zur Reserve und Absol-
vierung einer Lehrzeit in dem Bankhause Hermann Menner, Landau (Pfalz), später
Pfälzische Bank bzw. Deutsche Bank.
Beamter bei der Bayerischen Notenbank Ludwigshafen a. Rh., 1898 Eintritt
bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, München; 1907 Prokurist,
1909 Vorstandsmitglied u. stellv. Direktor, 1912 ordentl. Vorstandsmitglied; seit
1915 leitender Direktor der Bankabteilung der Bayerischen Hypotheken- und
Wechselbank.
7. Geh. Justizrat Dr. J. Rießer,
Professor an der Universität Berlin,
Vors, des Vorstands des Zentralverb. des D, Bank- und Bankiergewerbes (E. V.).
Geb. 17, November 1853 in Frankfurt a. M. — Eröffnete 1902 den ersten Allg.
D. Bankiertag daselbst. — Aufsichtsratsvors. der Darmstädter und Nationalbank
K,-G, a, Aktien, Präsident der Berliner Juristengesellschaft, Vizepr. des Reichs-
tags, Mitgl. der ständ. Deput. des D. Juristentages, Herausgeber des ‚„Bank-
Archivs‘, Präsident der Bankiertage, Verf. handelsrechtlicher, wirtschaftlicher
und finanzieller Werke und Schriften.
8, Dr. Hjalmar Schacht,
Präsident des Reichsbank-Direktoriums.
Geb, Januar 1877, Gymnasium in Hamburg. 1895—1899 Nationalökonomie in
München, Leipzig, Berlin und Kiel. 1899 Dr. — 1900 Zentralstelle für Vorbereitung
von Handelsverträgen, 1901 Geschäftsführer des Handelsvertrags-Vereins. 1903
Beamter der Dresdner Bank und 1908 stellvertr. Direktor, 1914/15 General-
gouvernement Brüssel, 1916—1923 Direktor der Nationalbank und Geschäftsinhaber
der vereinigten Darmstädter und Nationalbank, November 1923 Reichswährungs-
kommissar, Dezember 1923 Präsident des Reichsbank-Direktoriums.
9. Dr. Franz Schroeder,
Präsident der Preußischen Staatsbank,
Geb, 7, Mai 1874 in Danzig. Jurist, Studium auf den Universitäten Tübingen
und Berlin, 1894 Referendar, 1899 Gerichtsassessor; Hilfsarbeiter am Ober-
verwaltungsgericht, dann im Pr. Finanzministerium. 1906 Regierungsrat in Danzig.
1908 Geh. Finanzrat und Vortrag, Rat im Finanzministerium, 1916 Direktor im
Reichschatzamt, 1918 Unterstaatssekretär ebendort, dann Staatssekretär im Reichs-
finanzministerium. Seit 1. April 1924 Präsident der Preuß. Staatsbank. Vertreter
der Reichsfinanzverwaltung bei den Verhandlungen in Brest-Litowsk, Bukarest,
Versailles, Spa, Brüssel, London und Genua,
10, Franz Urbig,
Geschäftsinhaber der Disconto-Gesellschaft,
Geb. 23, Januar 1864 in Luckenwalde, 15, Januar 1884 Eintritt in die Disconto-
Gesellschaft, 1894—1900 als Direktor der Deutsch-Asiatischen Bank in China
(Schanghai, Hongkong, Tientsin, Peking) und Britisch-Indien (Kalkutta). Seit 1908
deren Präsident des Aufsichtsrates, Seit 1. Januar 1903 Mitinhaber der Disconto-
Gesellschaft,
{Photo von Elite, Berlin).
Tafel AV
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