Schwerindustrie und Metallindustrie. (6 bis 10)
6. Kommerzienrat Dr.-Ing, e. h, Heinrich Kleyer,
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Adlerwerke, Frankfurt a. M.
Gründet diese 1880 als kleine Maschinen- und Velozipedhandlung, in verhältnis-
mäßig kurzer Zeit das größte Industriewerk Frankfurts und eine der bedeutendsten
Automobilfabriken Deutschlands. Die vier Frankfurter Werke bedecken .eine
Nutzfläche von über 200000 qm und beschäftigen zeitweise bis 10000 Arbeiter.
Die Adler-Erzeugnisse genießen ob ihrer hervorragenden Qualität Weltruf,
Geb. in Darmstadt, war er in früheren Jahren einer der erfolgreichsten Rad-
Rennfahrer und ist heute noch ein eifriger Förderer jedes Sports. Einer der Be-
gründer und hervorragendsten Förderer der Verkehrsmittelindustrie,
7, Dr.-Ing, e. h, Konrad Piatscheck,
Generaldirektor in Halle a. d. S.
1872 in Großwitz, Provinz Sachsen, geboren. Gymnasium Leipzig, Bergakademie
Freiberg, 1896 Diplom-Bergingenieur.,
Von 1898—1922 im Vorstande der Anhaltischen Kohlenwerke. Entwicklung der
Gesellschaft von 900000 auf 4000 000 t Förderung, 1900—1903 Direktor der Ge-
werkschaft Vereinigte Ville bei Köln. 1906 Einführung der Großraumwagen mit
pneumatischer Selbstentladung im Bergbau.
1921 Dr.-Ing. e. h. der Bergakademie Freiberg. Seit 1921 Vors. des Dt. Braun-
kohlen-Industrie-Vereins und dessen Arbeitgeberverbandes, Vors. und Gründer
der Braunkohlenstiftung an der Bergakademie Freiberg, Vors. des Sach-
verständigenausschusses {für Brennstoffverwendung im Reichskohlenrat. Präsidial-
mitglied des Reichsverbandes der Dt. Industrie.
8. Dr.-Ing. e, h. Woligang Reuter,
Generaldirektor der Deutschen Maschinenfabrik A.-G. in Duisburg.
Geboren 24, Juni 1866 in Helsingfors, Studium Techn. Hochschule. 1888 Kon-
strukteur in Kranfabrik Ludwig Stuckenholz in Wetter-Ruhr, 1896 Teilhaber,
1899 Inhaber. 1906 Vereinigung mit der Märkischen Maschinenbau-Anstalt,
Generaldirektor, Zusammenschluß mit der Benrather Maschinenfabrik A.-G. und
der Duisburger Maschinenbau-A.-G., zur Deutschen Maschinenfabrik A.-G. in Duis-
burg, 1910 deren Generaldirektor.
1919 Vorstandsmitgl., 1923 Präsidialmitgl, des Reichsverbandes der Dt. Industrie,
1923 Vors, des Vereins Deutscher Maschinenbau-Anstalten, Mitglied der preuß.
Akademie des Bauwesens, 1919 Dr.-Ing, e.h. der Techn. Hochschule Aachen. Mitgl,
der Handelskammer Duisburg, Präsidialmitgl. des Wirtschaftsinstituts für die Ost.
staaten, Aufsichtsratsmitgl. der Dt. Bank, sowie versch. industr. Unternehmungen,
9, Kommerzienrat Justin Schwarz,
Vorstandsmitglied der Bing-Werke A.-G., Nürnberg.
Geb, 12, Februar 1876, — In der Firma seit 34 Jahren tätig, seit 10 Jahren etwa
als Vorstandsmitglied, Hauptsächl, Tätigkeit: Pflege des Exports nach allen euro-
päischen und überseeischen Ländern.
Vorstandsmitgl, der bedeutendsten wirtschaftl, und Fachverbände, der Zweig-
stelle des Auswärtigen Amts für Außenhandel in Nürnberg, des Reichsbundes der
Dt. Metallwaren-Industrie, Mitglied des Verwaltungsrats der Zweigstellen des
Auswärt, Amtes, der Handelskammer Nürnberg, des Industrie- und Handelstags
(Zollbeirat), der Deutschen Handelskammer in der Schweiz, Zürich, u. a. m. Als
Mitglied dieser Verbände Sachverständiger bei den Beratungen der verschiedenen
Zollverträge, usw.
10, Dr.-Ing. e.h. Dr. rer. pol. h.c, Kurt Sorge,
Aufsichtsratsmitgl, der Friedr. Krupp A,-G., Essen, Stellvertr. Vors. des Aufs, der
Fried. Krupp Grusonwerk A.-G, Magdeburg-Buckau, Vors, des Aufs. der Dt. Kredit-
sicherung A,-G., Ehrenpräs, des Reichsverb. der Dt, Industrie, Ehrenmitgl, der
Verein, der Dt, Arbeitgeberverbände, Fhremitgl. des V, Dt. Maschinenbau-Anstalten,
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Geb. 28, Juli 1855 in Zwickau i. Sa. Gymnasium, 1873 Bergakademie in Frei-
berg i. Sa., 1877. Dipl.-Eisenhütteningenieur, Ingenieur Ilseder Hütte bei Peine,
Georg-Marienhütte bei Osnabrück, Osnabrücker Stahlwerk, dann bei Carl Später,
Coblenz, 1888—1893 Direktor der Rombacher Hüttenwerke in Lothringen. Seit
1893 bei Fried, Krupp, Essen, bis 1899 in Essen, dann in Magdeburg, seit 1919
in Berlin, Direktorialmitglied seit 1899.
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