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Futtermittel.
A. Lemcke 1 ) fand unter den Schimraelarten
seltener Mucor mucedo L. und Aspergillus
Flg. 121. Hanfsamen. Querschnitt. (Yergr. 200.)
1 Epidermis i
2 Gefäßbündelschicht ; der Eruchtschale,
3 Palissaden )
4, 5 und 6 darunter liegende Schichten der Samenschale
und des Endosperms.
vorwiegend Penicillium crustaceum L.,
flavescens, Aspergillus niger, Mucor
spinosus, bei starker Verschimme
lung Phycomyces nitens, in 2 Fällen
auch Thamnidium elegans Link.
Vielleicht verursachen die Hanf
kuchen vorwiegend wegen ihrer
schimmeligen Beschaffenheit Durch
fall, Abortus, schlechten Butter
geschmack usw.
Auch schreibt man den Hanf
kuchen nach andauernder und
starker Verfütterung erschlaffende
und narkotische Wirkungen zu.
Sie sollen daher nicht an Zueht-
und Jungvieh, sondern nur an
Mastvieh und zwar zu höchstens
1,0 kg für 500 kg Lebendgewicht
verfüttert werden.
Weil die Hanfkörner vor
dem Entölen nicht geschält werden,
Flg. 122. Hanfsamen. (Vergr. 200.) Nach C. Böhmer.
Flächenansichten zu den entsprechenden Nummern des Querschnittes.
so enthalten die Hanfkuchen durchweg viel Rohfaser, nämlich 20—25 °/ 0 , neben
28—33 °/ 0 Protein und 8,0—15,0 °/ 0 Fett.
J ) Landw. Versuchs-Stationen 1901, 55, 161.