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eine Tonne Gewicht und in einem ähnlichen Falle nimmt man einfach
diesen Preis an. Diese Berechnung ist nichts anderes als eine
Normalkalkulation, die bei Voranschlägen Verwendung finden kann,
wenn alle, die Normalkalkulation seinerzeit bestimmenden Faktoren
(Konstruktion, Dimension, örtliche Verhältnisse) auch für den vor
liegenden Fall zutreffen.
Kalkulationsbeispiel: Leder 1 ).
Kosten der Wasserwerkstätte 4,3 Pfg,
in den Farben 5,7 „
Gruben Satz I 7,4 „
„ II 11,6
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der Zurichtung 7,1
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für 1 kg Rohgewicht der
Haute.
Gesamtkosten
45,6 Pfg. einschl. der Löhne, Be
triebskosten, Zinsen, Ge
schäftsunkosten.
Dazu der Einkaufspreis der
Rohhäute loko Fabrik 70,— „ abzügl. des Wertes der Ab
fälle.
Selbstkostenpreis 115,6 Pfg. für 1 kg Rohgewicht.
Beträgt das „Rendement“ 45% (d. h. 100 kg Rohhaut liefern
45 kg Leder), so stellt sich der Preis für 100 kg Leder auf
Mk. 256,90.
Zoschlagsmethoden.
§ 44. Ein Zuschlag für die indirekten Kosten nur auf die
Menge oder den Wert des Fabrikationsmaterials oder nur auf den
Lohn ist an sich unlogisch; denn beide erfordern Unkosten.
Die Formel für den Fall IIa (§ 42) ist:
S (Selbstkosten)=M (Materialwert) + + L = M (1 + -f L
oder M.1,0 p-j-L.
') Vgl. Kaal, Zur Kalkulation in der Lederfabrik, mit besonderer Berück
sichtigung der verschiedenen Fabrikationsstadien. Freiberg i. S., o. J. (Selbst
verlag).
®) p bedeutet den prozentuellen Zuschlag, berechnet aus der Proportion,
p : 100 = Jahressumme der Unkosten : Summe des Rohstoffwertes
der Betriebsabteilung.
Die Zuschlagsprozente werden auf Grund der Jahressummen ermittelt.
Die im Text folgenden Ableitungen zeigen nur die Anwendung auf einen
Spezialfall.
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