Full text: Forstwirtschafts-Politik

48 Natürliche Bedingtheit. 
Von 1813 ab aber nahm man sich der Eichennachzucht wieder mehr an, 
von 1813-1833 wurden 80,6 
„ 1833-1888 , . 92,3 
„ 1853-1873 j 107,0 
Tausend Hektar begründet und von 1873 bis 1893 wurde der Höhepunkt mit einer Fläche 
von 138,8 Tausend Hektar erreicht. 
Die Cichenwirstchaft bezweckt in der Regel Starkholzzucht und muß deshalb mit 
einer Umtriebszeit von mindestens 200 Jahren arbeiten. Legt man diese Umtriebszeit 
als Umtriebs soll zugrunde, so ergeben sich zehn Altersklassen von je 20 Jahren. 
Auf die mehr als 100 Jahre alten Bestände müßten danach '/10 und auf die weniger als 
100 Jahre alten ebenfalls '/1, der Fläche fallen. Die gesamte Eichenhochwaldfläche beträgt 
(siehe Tabelle) einschließlich der Räumden und Blößen 671 700 ha. Zieht man die 
Räumden und Blößen mit 8 400 ha davon ab, so bleibt eine b e sto > te Eich enh och - 
waldfläche von 6 68 300 h a übrig. 
Ein Zehntel dieser Fläche wären 66 330 ha und '/10 demnach 3 3 1 6 5 0 h a. Die 
über 100jöhrigen Bestände müßten also eigentlich 3 3 1 6 5 0 ha und die unter 100 Jahre 
alten ebenfalls 3 3 1 6 5 0 h a bedecken! 
Wie liegen die Dinge aber tatsächlich? Nun tatsächlich beträgt die Fläche der über 
100 Jahre alten Bestände nur 
64,9 + 57,6 = 122 500 ha, 
während die der unter 100 Jahre alten 
80,6 + 92,3 + 107,0 + 138,8 + 122,1 Ö~ 540 8 0 0 ha 
beträgt. N 
Die alten nutzung s fähigen Eich enbest än d e weisen also statt einer 
Fläche von 331 650 ha nur eine solche von 122 500 ha, d. h. eine um 20 9 1 50 h a 
zu geringe Fläche au f. Hieraus folgt, daß die Abnutzung in den nächsten Jahr- 
zehnten geringer sein wird und sein muß, als dem Zuwachs der gesamten Eichenhochwald- 
fläche entspricht. 
Die Altersklassen der Buch e. Ein ganz anderes Bild als bei der Eiche 
zeigt die Altersklassenverteilung bei der B u ch e. Bei ihr überwiegen die Altersklassen 
61 bis 80 und 81 bis 100, also die älteren Klassen, die in den Jahren 1813 bis 1853 
begründet worden sind. In diese Zeit fällt die Blüte d er Brennholzwirtsc<aft, 
welche es hauptsächlich auf die N ach zu < t d er Buche abssah, da die Buche das beste 
Brennholz lieferte. Dazu kommt noch, daß die natürliche Verjüngung der 
Buche in dieser Zeit besonders liebevoll gepflegt wurde. Als aber dann von der Mitte des 
19. Jahrhunderts ab die K o h l e dem Brennholz immer größere Konkurrenz machte 
und die Nachfr ag e n a < N u tz h o lz immer sstärker wurde, da mußte die Buche 
dem Nadelholz weichen. Seht man die Buchenverj ün g ung s f lä ch e im Zeit- 
raum 1833/53 = 100, dann betrug diejenige in den folgenden Perioden: 
1833/58 = 100 
1853/13 = 79 
1873/1989 = 's 
1893/1913 –û. ! 
Die Altersklassen der Kiefer. Bei der Kiefer überwiegen – wie man 
aus der Tabelle ersehen kann – die jü n g er en Altersklassen, was das dauernde
	        
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