Full text: Die Entwickelung der Fabrikindustrie im lateinischen Amerika

nn Argentinien. 
Latzina*) stellt auch hier eine nicht uninteressante Be- 
rechnung dafür auf, was der Verbraucher für den nationalen 
Zucker zu bezahlen hat und wieviel die Staatskasse davon 
einnimmt: 
Die Zuckerproduktion 1900 betrug 160000 t, der Ver- 
brauch im Lande 90000 t, es bleibt also ein Rest von 
70000 t, der neue Absatzgebiete suchen muß. Die 90000 t 
des einheimischen Verbrauchs fallen je zur Hälfte auf raffi- 
nierten und Rohzucker, deren Preise 4,50 und 3,50 P. für 
10 kg betrugen: 
45000 t raff. Zucker zu 4,50 P. für 10 kg = 20250000 P. 
45000 „. Rohzucker 30 = 5 750000, 
Der Verbrauch im Lande kostet also 36 000 000 P. 
$ Daraus ergeben sich folgende Einnahmen: 
Innere nationale Steuer von 0,6 P. für 10kg 5400000 P. 
Provinzialsteuer OS WE 450 000 
5850 000 P. 
Davon ab die Ausfuhrvergütung für !/a == 
22500 t mit 1,20 P. für 10 kg... ; mw. 2700000 P: 
bleiben 3150000 P. 
Würde nun der Zucker, statt im Inlande hergestellt zu 
werden, mit einem Zollaufschlag von 50 % eingeführt, so 
würden die 90000 t des inländischen Bedarfs das Land 
nach den Preisen von 1900 das Folgende kosten: 
45000 t raff. Zucker zu 0,90 P. für 10 kg 4050000 P.G. 
45000*; Rohzucker „0,753 „10 (3375 000°» 
7425000 oder 
17448 750 P. P:; 
Dazu Zoll- und Hafengebühren: 
50 %, des Gesamtbetrags 3712 500 P. G. 
Hafengebühren ... . 166500 „ , 
3879000 P. G. od. 8815027 P. P. 
Transportkosten 135000.» 
Die Konsumenten hätten zu zahlen: 26398777 P.P. 
In Wirklichkeit kosteten die 90000 t der nationalen 
Produktion 36000000 P., und von dieser Summe erhielten 
a 1) Latzina S. 472 u. f. Die Berechnung ist einem Artikel der 
Zeitung „La Nacion“ entnommen. 
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