Die Coupons- und Sortenabteilung. 101
mit ortsgleichen Banken viele Börsengeschäfte in Devisen abschließen.
überhaupt ist der ganze Aufbau der Devissenabteilung und ihr Buchungsapparat
ein anderer, je nachdem ob vorwiegend mit Banken oder mit
Privatkunden Geschäfte abgeschlossen werden, ob es. sich um eine Bank
am Börsenplatze oder eine Provinzbank handelt.
Die Einteilung in M ark- und W ä hrung s- Prim a n ot en wird
am meisten getroffen, nicht immer aber die Unterteilung in W ährung s -
O oro und Wä hr un g s- N o st r o. Die Mark-Primanota enthält häufig
Spalten für Courtage, Provision, Stempel und Spesen und wird oft
gegliedert in E in- und Au s g ang s- Primanota oder (und) in
Primanota. für Sches, für Tratten und für Währungsk
onto- Kauf und V erk auf. Dort, wo die Skontren nicht
mit der hier gezeigten Ausführlichkeit gebucht werden, besonders da,
wo man sie nicht rechtzeitig führt, müssen besondere Kontrollb
og en eingerichtet werden, die man am besten in Währung sbogen
für nicht ge hand e lte und Dev isenbogen für gehandelte
P oste n trennt. Der Währungsbogen kann dann für sich
abgestimmt werden. Er muß sich in Ein- und Ausgang ausgleichen. Der
Devisenbogen ist täglich unter Vortrag des Bestands' mit dem Positionshoutrotteuch
abzustimmen - falls er für jede Währung getrennt geührt
wird.
f hrt 2 Positi ons kontroll buch seinerseits kann so geführt sein,
daß es nicht nur eine genaue Abstimmung mit den einzelnen Händlerbeständen
ermöglicht, sondern auch eine tägliche, getrennte Abstimmung
mit Währungskonto-Loro und Währungskonto-Nostro. In diesem Fall
muß es alle Devisenbuchungen aufnehmen, die am gleichen Tag durch
die Währungs-Primanoten gehen. Das kommt nur für mittlere Devisenabteilungen
in Betracht. Manchmal übernehmen die Währungskonten
die Kontrollfunktion des Skontros, bzw. des Kontrollbogens. Das gilt
vor allem für Währungs-Nostro.
In der Regel bucht das Positionskontrollbuch nur gehandelte Beträge
und diese nach den Händlerzetteln. Die Erstschrift der Händlerzettel geht
stets als vorläufige Bestätigung an den Kontrahenten. Nach dem
Händlerzettel muß an verschiedenen Stellen gearbeitet werden. Geschieht
es nicht so, wie wir eingangs berichteten, daß eine Anzahl
Durchschläge angefertigt werden (für Skontro, Abrechnung, Positionskontrollbuch),
so wird die Arbeit verzögert und gehemmt.
VI. Die Coupons- und Sortenabteilung.
Geschäfte in Coupons und Sorten werden oft in einer Abteilung
abgewickelt. Diese Zusammenfassung entspricht dem meist
geringen Umfang der beiden Geschäftsarten. Auch die enge Verwandtschaft
des Handels in ausländischen Coupons und in Sorten
gibt Veranlassung zu dieser Kombination.
1. Die Couponsabteilung.
Sie besorgt die Einlösung von fälligen Zins- und
Dividendenscheinen, die Einziehung von ausgelo-