14 B. Die Buchhaltung in den Betriebsabteilungen.
Teil die Börse. Die Organe, die Angebot und Nachfrage auf-
nehmen und befriedigen, sind die Banken. , Die Devisenkurse
werden gegenwärtig von der Reichsbank fesstgessezt und täglich
amtlich notiert. (Geld- und Briefkurs.) Daneben bekommen die
Banken durch Funkspruch laufende Meldungen über den Kurs der
Mark im Ausland.
2. Glie derung un d Tätigk eit d er D e visen a b teilung.
Ehe wir zu unserem eigentlichen Gegenstand, der Devissenbuch-
haltung, kommen, bedarf es einer kurzen Darstellung des Auf-
baus und der Vorgänge in einer Devissenabteilung. Der fol-
gende Abschnitt wird uns dann die vollkommene Verbuchung
einer Anzahl Geschäftsfälle aus dem Devisenverkehr bringen.
Das Devisenbureau zerfällt in zwei Abteilungen: in das Händ-
lerbureau und die Devisenabrechnung. Gewöhnlich ist die Ab-
rechnung dem Leiter des Händlerbureaus unterstellt. Die Tren-
nung ist naturgemäß: im Händlerbureau wird nur gehandelt, im
Devissenabrechnungsbureau wird nur abgerechnet.
a) Das Hhänodlerbureau.
Das Devisenhändlerbureau nimmt die durch Brief, am
Schalter, telegraphisch oder telephonisch eingehenden Devisenkauf-
und Verkaufaufträge entgegen. Der allergrößte Teil des Devisen-
handels wickelt sich am Telephon ab. Soweit sich Käufe und
Verkäufe gleicher Währung und (summarisch) gleicher Höhe gegen-
überstehen, werden sie kompensiert. Für die anderen Posten
sucht der Händler Käufer bzw. Verkäufer als Gegenkontrahen-
ten. Am Börsenplatz besucht er die Börse, der Provinzbankier
bringt seine Aufträge rechtzeitig telephonisch an seinen Börsen-
vertreter. Sehr viele Devisengeschäfte werden außerbörslich von
Bureau zu Bureau abgeschlossen. -
Die Bank führt die Aufträge ihrer Kunden (Banken und
Privatkundschaft) als Eigengeschäfte aus, d. h. sie schließt ab
im eigenen Namen und für eigene Rechnung. Sie sucht ihren Ge-
winn im Devisengeschäft hauptsächlich in der Kursdifferenz sich
ausgleichender Kundengeschäfte. Sie ist bemüht, alle Devisenge-
schäfte bis zum Schluß des Tages glattzustellen, d. h. einen
eventuell aus Kauf und Verkauf sich ergebenden Überschuß ab-
zugeben, einen Fehlbetrag einzudecken. Ihre Absicht ist dabei,
möglichst geringe eigene Devisenbestände zu führen, um kein zu
erhebliches Risiko infolge von Kursschwankungen einzugehen.