Metadata: Wirtschaft als Leben

Der Stoff der Sozialwissenschaft, III. 
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Subjekt, für welches die Erleidung „gilt“, wird ja durch das Anschau 
liche hierbei, durch die passive Erlebung, aufs Haar so als Subjekt 
bejaht wie durch irgendeine aktive Erlebung. Die Erleidung ist eben 
eine Subjektbeziehung für sich, die auch vereinzelt auftreten kann, gar 
nicht anders wie der Akt. Aber es ist richtig — und so erklärt sich 
auch der Zweifel an der autonomen Natur der Erleidung — daß regel 
mäßig auch dort eine Erleidung in Geltung steht, wo das Subjekt 
einem anderen Subjekte gegenüber in Objektfunktion 
tritt; was übrigens auch gegenseitig möglich ist. Dies bezieht sich 
auf jene Erlebnisse, die man, in ihrer Geformtheit, als „geschicht 
liche und soziale Erscheinungen“ anspricht, denen der Psychologismus 
mit dem Begriffe der „psychischen Wechselwirkung“ beizukommen sucht. 
Hier tritt es dann ein, daß ein und dasselbe Erlebnis zugleich 
auf eine Mehrheit von Subjekten bezogen wird und dabei 
zugleich als Akt und Erleidung erfaßbar ist. Dieser, für unsere 
Wissenschaften entscheidende Fall, daß sich das Dritte Geschehen als 
multipolares Geschehen erfassen läßt, kann hier nicht weiter er 
läutert werden. Zu diesem multipolaren Geschehen sind Akte und 
Erleidungen in einer analogen Weise verflochten, wie dies an 
der Ausfolge der Erlebungen vorzuweisen war. Hier aber 
handelt es sich ausdrücklich um subjektfremde Akte und Er 
leidungen. Da nun Akte und Erleidungen, nach ihrem Verhältnis zu 
Subjekten und Objekten im konkreten Falle erfaßt, das noetisch Er 
fahrene, Tatsächliche, das Faktische ausmachen, da ferner die not 
wendige Verknüpfung der Fakten das Problem der noetischen 
Kausalität begründet, so leitet es bereits in dieses Kausalitätsproblem 
hinüber, sobald wir erwägen, in welcher Art im multipolaren Ge 
schehen die subjektfremden Akte und Erleidungen verflochten sind. 
Dieses Problem und alles, was damit zusammenhängt, geht aber bereits 
die Frage nach den noetisch denkenden Einzelwissen 
schaften an, also die Scheidung zwischen Sozial- und Geschichts 
wissenschaft. Denn es gehört offenbar auch die kausale Deutung 
des Faktischen mit zu jener „Behandlung“ des gemeinsamen Stoffes, 
danach sich die beiden Schwesterwissenschaften sondern lassen; 
hier speziell nach dem Geiste, von dem die Kausaldeutung getragen 
wird, genauer gesagt, nach dem Geiste jener Einschränkung, dank 
welcher die Kausaldeutung überhaupt erst durchführbar, das heißt, für 
die Forschung praktisch wird. 
Für sich irreduktibel, sind jene vier Kategorien zugleich die 
einzig echten des noetischen Denkens. Auf diese vier Typen der 
erstmöglichen Formung läßt sich die ganze Fülle der noetischen
	        
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