wicklung in Deutschland beim Übergang zum Dreischichtensystem
in gleicher Richtung verlaufen werde. Es kann
nur festgestellt werden, wie weit in einem Wirtschaftsgebiet,
das nicht so tiefgreifenden verschiedenartigen
Störungen unterworfen ist wie das deutsche, eine unmittelbare
Einwirkung der Arbeitszeitveränderung auf die Bewegung
der Belegschaftszahlen zu beobachten ist. Selbst
wenn bereits ausführlichere Aussagen darüber vorlägen,
so ist nach den eigenen Angaben des Bureau of Labor
Statistics zu urteilen, daß endgültige Folgerungen erst nach
längerem Bestehen des neuen Schichtsystems gefällt
werden können, da die Auswirkungen einer solchen Arbeitszeitveränderung
sich erst nach und nach zeigen *).
II. Abschnitt:
Erzeugungsmenge und Wechsel des Schichtsystems.
Nachdem die Problematik aufgezeigt ist, die bei der
Heranziehung der Belegschaftsstatistik beachtet werden
muß, wenn der Zusammenhang von Arbeitszeitveränderung
und Produktivität im Hochofenbetrieb untersucht werden
soll, sind die notwendigen Voraussetzungen für eine fruchtbare
Beurteilung der Produktionsstatistik gegeben, um von
da aus über den Zusammenhang von Arbeitszeit und
Arbeitsleistung im Hochofenbetrieb unmittelbar Aufschluß
zu erhalten. Dabei kommt es zunächst darauf an festzustellen,
wieweit der Wechsel des Schichtsystems eine absolute
Veränderung in der Höhe des Sacherfolges nach sich
ziehen kann. Da jedoch das Ziel dieser Untersuchung in
einer Klärung der Zusammenhänge zwischen Wechsel des
!) „Wages and hours of Labor in the iron and steel industry
1907—20“. in Bulletin of the United Staates, 1922, Nr. 305, S. 174.
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