bewahrt bleiben, durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen zu
werden. Auf dem Lande tritt eine Abgrenzung der Petroleum
tanks gegen das übrige Gebiet dadurch ein, daß jede Tankanlage
mit einem Erdwall umgeben ist, der mehr Raum umschließt, als
der Inhalt des Tanks ausmacht. Man steht nämlich in Hamburg
auf dem Standpunkt, daß die Gefährlichkeit des Petroleums durch
örtliche Eingrenzung auf ein kleines Gebiet vermindert werde,
während man z. B. in Rotterdam direkt entgegengesetzter Ansicht
ist und durch die Häufung des gefährlichen Artikels auf einen
engen Raum die Gefahr im Falle einer Feuersbrunst für bedeutend
größer hält. Beide Ansichten lassen sich natürlich vertreten. Ich
persönlich halte es immerhin für leichter, auf einem begrenzten Ge
samtgebiet Sicherheitsmaßregeln zu überwachen, als in verstreut
liegenden Betrieben inmitten von Unternehmungen anderer Art,
bei denen die Feuersgefahr sehr viel weniger nahe liegt als bei
Petroleum und man dementsprechend weniger vorsichtig mit Feuer
umgeht.
Durch die Verwendung von Tankdampfern wurde also erst
lich an Kosten und Raum gespart dadurch, daß man gewissermaßen
ein Faß an die Stelle vieler setzte, dann sparte man aber auch
Zeit durch Vereinfachung des Löschverfahrens, das jetzt auch bei
den größten Tankdampfern mit über 2000 Registertonnen in ein
bis zwei Tagen erledigt ist. Durch diese Verkürzung der Lösch
zeit werden wieder Liegekosten gespart, es wird das im Dampfer
investierte Kapital mehr ausgenutzt, und der Staat braucht die
Petroleumhafenbecken nicht in der Weise zu vergrößern wie bei
dem Barreltransport, da eben infolge der kürzeren Liegezeit mehr
Schiffe an ein und demselben Platze abgefertigt werden können.
Die Lösch- und Ladevorrichtungen für Kohle.
Die Kohlen ein fuhr nach dem Hamburger Hafen betrug im
Jahre 1911 seewärts 37864352 Doppelzentner netto, land- und
flußwärts 17 208512 Doppelzentner netto'; die Kohlenausfuhr see
wärtskommt demgegenüber mit ihren 626277 Doppelzentner netto
wenig in Betracht. Abgesehen von 505 Doppelzentner Kohle, die
von außereuropäischen Häfen kamen, besteht der ganze übrige
Seeimport aus englischer Kohle, während die Einfuhr land-
und flußwärts den Import westfälischer Kohle bedeutet, die
zum größten Teil von der Hamburg-Amerika-Linie verbraucht wird 1 ).
b An und für sich ist die westfälische Kohle besser, aber teurer als die englische
Kohle der Ostküste. Der Preis der westfälischen Kohle beträgt augenblicklich bei dem.