nicht wie im Jahre 1904 an deutscher Reichsstelle”), sondern an
zwei internationalen Stellen, an einer wissenschaftlichen und an
einer politischen Stelle, von neuem anzuregen. Hinzu kam, daß
mir erst jetzt und auch gerade jetzt die Zeit dafür reif und die
Welt im gewissen Sinne dafür aufnahmefähig erschien, nach-
dem eine gewisse politische Beruhigung eingetreten ist und
manche wirtschaftlichen Besinnungen begonnen haben. Für
einige der hier vorgetragenen Gedanken ist die Wirtschaftswelt
freilich auch heute noch nicht ohne weiteres empfänglich, so
daß ich durchaus auf mancherlei Widerspruch und Ablehnung
gefaßt bin.
Deshalb wandte ich mich im Sommer 1926 mit einem Vor-
trage und anschließenden Vorschlägen an den Internationalen
Geologenkongreß, der in Madrid seine erste wirkliche inter-
nationale Tagung nach dem Kriege abhielt, und im Anschluß
hieran an den Völkerbund in Genf und an das mit ihm zu-
sammenhängende Institut für geistige Zusammenarbeit in Paris.
In Madrid trug ich „Über die Zwecke und Methoden von
Lagerstätten-Inventuren“ vor, Der Vortrag ist im ersten Bande
der Compte rendue de la XIV“ Seccion 1926, erschienen im J uli
1927, S. 277—283, veröffentlicht und auch im Anhang dieser
Programmschrift, S. 115—124, wiedergegeben. Die weiteren Er-
örterungen meiner Vorschläge vor diesem internationalen geo-
logischen Forum werden auf der nächsten Tagung im J ahre 1929
in Pretoria in Südafrika stattfinden. Das Interesse wird hier für
die bergwirtschaftlichen Fragen sehr viel größer sein als in
Madrid, weil für diese Tagung in Pretoria die wirtschaftlich wich-
tigste und eigenartigste Lagerstätten-Inventur auf die Tages-
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