fullscreen: Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
Propaganda, der Reklame, niemals die eigenen Wünsche oder 
die vielleicht scharf ausgeprägte eigene Geschmacksrichtung 
entscheiden dürfen, sondern in erster Linie: wie gewinne ich 
den, um den ich werbe? Der Amerikaner hat es besonders gern, 
wenn ihm bekannte und beliebte Persönlichkeiten im Bild vor- 
geführt werden. Sei es im Kino, in der Zeitung oder auch in der 
Reklame. Er wundert sich nicht, sondern er freut sich darüber, 
wenn ihm auf dem Werbeprospekt eines Kurortes oder Hotels 
eine heimische Schönheit, eine bekannte Filmgröße oder sonst 
eine prominente Persönlichkeit der Staaten begegnet. Man darf 
dem Amerikaner auch ruhig erzählen, wer alles aus den U. S. A. 
schon im Hotel eingetroffen ist. So hat zum Beispiel das 
Schwarzwaldhotel Waldlust in Freudenstadt, das starken Aus- 
länderbesuch hat, im Sommer 1926 auf einem gut ausgestatteten 
Zirkular eine lange Liste von Gästen aus den U. S. A. auf- 
gezählt, die anwesend sind oder im Laufe der letzten Wochen 
im Hotel gewohnt hatten. Dazu noch einige originelle Licht- 
bilder, die bekannte Amerikanerinnen, darunter einen Filmstar, 
bei der Ankunft, bei der Abreise, im Gespräch mit dem 
Besitzer des Hauses zeigten. Zwei dieser Bilder gebe ich, mit 
den Originalunterschriften, als Musterbeispiele wieder. So 
etwas gefällt und imponiert dem Amerikaner. 
Bei der Auslandswerbearbeit auf dem Gebiete des Fremden- 
verkehrs liegt noch manches Gold auf der Straße. Man muß 
es nur sehen und sich dazu entschließen können, es aufzuheben. 
Es genügt nicht, Faltprospekte, Werbebroschüren, nette 
kleine oder größere Artikel herzustellen und sie dann im In- 
und Auslande zu verbreiten. Es genügt noch nicht, den Pro- 
spekten, Broschüren usw. ein gutes Äußere zu geben, obwohl 
gerade die typographische Ausstattung niemals als Ding von 
nebensächlicher Bedeutung behandelt werden darf. Kleider 
machen Leute, trifft auch bei der Werbearbeit zu. Ebenso 
wichtig wie die äußere Form, sogar noch viel wichtiger, ist der 
Inhalt. Also der erzählende Text, der den Photos in der Bro- 
schüre oder im Faltprospekt beigegeben wird. 
Tatsächlich: noch wichtiger! Denn dieser Text soll den 
fremden Leser fesseln, ihn anreizen, bis zu Ende zu lesen und, 
wenn er bei der letzten Zeile angelangt ist, ihm den Wunsch
	        
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