= Kap. XV. Einfluß der Konjunkturen auf die Arbeit.
Diese letzte Methode kommt bei den englischen Kohlengruben zur
Verwendung, wo ihre Wirkungen auch statistisch verfolgt werden
können. Der jährliche Durchschnitt der Zahl der Arbeitstage in der
Woche ist in der folgenden Tabelle angegeben‘):
1895 4,74 1903 5,09
96 4,92 04 5,07
97 5,13 1905 5,03
98 5,25 06 5,26
99 5,46 07 5,51
1900 5,47 08 5,22
01 5:12 09 5,14
02 5,22 1910 5,19
- Man sieht, wie die Arbeitszeit pro Woche vom Minimum im Jahre
1895 bis auf ein Maximum im Jahre 1900 wächst, um dann wieder auf
ein Minimum 1905 zu fallen und 1907 nochmals ein Maximum zu er-
reichen. Die Differenzen zwischen den Maxima und den Minima sind,
wie man sieht, ziemlich bedeutend.
Die Arbeitszeit war 1907 für jeden Monat größer als für den ent-
sprechenden Monat des Vorjahres. Erst von Anfang 1908 ab findet eine
Abnahme statt, und erst im letzten Vierteljahre 1908 ist die Arbeitszeit
unter den Stand von 1906 herabgesunken.
Auch bei den Eisengruben kommt diese Methode des Ausgleichs
des Bedürfnisses an Arbeitskraft zur Anwendung. Die durchschnitt-
liche Zahl der Arbeitstage in der Woche bei den Eisengruben stellte sich
in den Jahren 1896 bis 1910 wie folgt?).
1896 5,72 1904 5,79
97 5,70 1905 5,77
98 5,75 06 5,78
99 4,76 07 5,81
1900 5,65 08 5,69
01 5,58 09 5,76
02 5,74 1910 5,77
03 5,72
Die Schwankungen sind hier, wie wir erwarten dürfen, kleiner,
lassen aber den Aufschwung von 1901, bis 1907 wie auch den darauf
folgenden Rückgang im Jahre 1908 deutlich hervortreten.
In den Eisen- und Stahlwerken paßt man die Zahl der Arbeits-
schichten den wechselnden Bedürfnissen von Arbeitskraft an. Die
ı) Board of Trade, Memoranda etc. Cd. 2337. 1904, p. 80 und 94. Fourteenth
Abstract of Labour Statistics.
2) Nach den eben angeführten Quellen.
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