$ 68. Die Veränderungen der Arbeitszeit. 5
Durchschnittszahl der von einem Manne in einer Woche geleisteten
Arbeitsschichten war in den folgenden Jahren‘):
1901 5,32 1906 5,57
02 5,36 07 5,58
03 5,39 08 5,36
04 5,40 09 5,38
1905 5,51 1910 5,50
Auch hier tritt die Hochkonjunktur von 1907 deutlich zutage,
Wenn man die Zahl.der durchschnittlich geleisteten Arbeitsschichten
mit der Zahl der beschäftigten Arbeiter multipliziert, bekommt
man ein genaues Maß des Beschäftigungsgrades in den Eisen- und Stahlwerken.
Die prozentuale Zu- bzw. Abnahme dieses Beschäftigungsgrades
für jeden Monat im Vergleich mit dem entsprechenden Monat
des Vorjahres wird von der Labour Gazette regelmäßig veröffentlicht.
Für die Jahre 1906 bis 1909 stellen sich diese Prozentsätze wie folgt ?):
1906 1907 1908 1909
Januar + 13,3 + 2,9 — 6,6 — 3,8
Februar E01 + 3,4 — 8,3 — 7,8
März 10:7 + 3.1 — 10,0 — 4,1
April 0 7 8 — 4
Mai — 14
Juni L 14
Juli + 0,9
August 5 + 3,2
September 3 +4 3,7
Oktober \ ! + 6,3
November j + 6,5
Dezember — 11,14 + 9,6
Diese Zahlen sind sehr geeignet, uns über den Zeitpunkt des Anfangs
und des Endes der Depression genau zu unterrichten. Man findet,
daß eine Abnahme des starken Beschäftigungsgrades der Hochkonjunktur
gegen den entsprechenden Monat im Vorjahre erst im Oktober
1907 stattgefunden hat. Erst vom November an übersteigt der Rückgang
den Zuwachs des Vorjahres, erst vom Mai 1908 an ist der ganze
Zuwachs der beiden Jahre der Hochkonjunktur wieder ausgeglichen.
Die Eisen- und Stahlindustrien sind also bis zum letzten Moment der
Hochkonjunktur sehr lebhaft beschäftigt gewesen, was mit dem Ergebnis
übereinstimmt, zu dem wir oben ($ 64, Ende) bei unseren Untersuchungen
über den Zeitpunkt der beginnenden Abnahme der Produktion
von Materialien des festen Kapitals gekommen sind.
*) Fourteenth Abstract of Labour Statistics.
?) Nach Pohle: Monatliche Übersichten.
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