Full text: Theoretische Sozialökonomie

522 Kap. XVI. Einfluß der Konjunkturen auf die Produktionsmittel., 
auch genaueren Aufschluß über die Zeitpunkte, in denen sie statt- 
finden, zu gewinnen. Für diesen Zweck ist die Eisenbahnstatistik 
besonders verwendbar. Über die Ausnutzung der vorhandenen Betriebs- 
mittel der deutschen Eisenbahnen liegen verschiedene Angaben vor. 
Durchschnittlich kamen auf 1 Lokomotive 1000 Lokomotivnutzkilo- 
meter!): 
1888 22,4 1900 27,4 
89 23,4 01 26,8 
1890 24,4 02 26,5 
91 24,6 03 27,4 
92 23,4 04 28,1 
93 23,3 1905 28,9 
94 23,4 06 29,8 
1895 23,9 07 30,1 
96 24,9 08 28,1 
97 25,6 09 26,5 
98 26,7 1910 26,5 
99 27,0 1] 27,4 
Man sieht, daß die Ausnutzung der Lokomotive im allgemeinen 
verbessert worden ist, daß aber diese Verbesserung nur in den Hoch- 
konjunkturen stattfindet, in den Depressionen aber bestimmten Rück- 
schlägen weichen muß. Der Ausnutzungsgrad, der im Jahre 1891 er- 
reicht wurde, war in der folgenden Depression nicht aufrecht zu halten 
und konnte erst 1896 übertroffen werden. Danach folgte eine starke 
Steigerung bis 1900, eine Steigerung, die aber in der folgenden Depres- 
sionsperiode unterbrochen wurde, um erst in der neuen Hochkonjunktur 
bis 1907 fortgesetzt zu werden. Auch die danach folgende Depression 
hat einen bedeutenden Rückgang im Ausnutzungsgrade gebracht. 
Ähnlich stellen sich die Verhältnisse betreffend die Ausnutzung 
der Eisenbahnwagen. Es kamen auf 1 Wagenachse 1000 Wagenachsen- 
kilometer?): 
1895 9,1 1903 20,1 
96. 19,3 „04 20,6 
97° 19,5 - 1905 21,4 
98 19,7 06 22.0 
99 19,9 07 222 
1900 19,6 08 20,7 
01 18,9 09 20,5 
02 19,2 1910 21,1 
N 217 
ı) Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich. 
2) Ebenda,
	        
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