345
Az
größerer Teil von den Gemeinden durchgeführt wird, denen für diesen Zweck ziemlich erhebliche Mittel
aus der Staatskasse überwiesen werden. Die Aufwendungen der {ranzösischen Regierung für Meliorations-
zwecke betrugen:
1914 1925
Original- Vorkriegs-
ziffern kaufkraft
in 1000 fr.
Genie Rural et Hydraulique (Personalstärke 1925 = 440) ... 900 4 564 1014
Meliorationstudien und- arbeiten..............0.0000000000E 2523 6 059 1346
Überwachung subventionierter und konzessionierter Wasser-
versorgungsunternehmungenN ..........0.000000000r HEHE 30 31 7
Subventionen an diese (Zinsgarantien) .........0.000000000 1.000 1 000 222
Sonstige Meliorationssubventionen ...........0.00000000 00 228 = ZZ
Überweisungen an Gemeinden und Gemeindeverbände .... 2 240 22 710 5 047
Insgesamt.... 6921 34 364 7 636
Die verhältnismäßig hohen Ausgaben für Meliorationen kennzeichnen das Bestreben Frankreichs, seine
Jandwirtschaftliche Produktivität zu erhöhen. Insbesondere macht die Bodenbeschaffenheit des Südens
Maßnahmen zur Wasserregulierung notwendig,
3. Viehzucht.
Bezüglich der Ausgaben auf dem Gebiete der Viehzucht ist zunächst zu bemerken, daß es nach den
Angaben der Voranschläge nicht möglich war, die Staatsausgaben für den tierärztlichen Dienst von denen
für die tierärztliche Ausbildung zu trennen. Da letztere zu überwiegen schienen, wurde das gesamte
Veterinärwesen im Achten Kapitel im Abschnitt »Fachunterricht« (S. 273 f) behandelt.
Die Maßnahmen zur Bekämpfung von Viehseuchen liegen in Frankreich in dem Aufgabenkreis der
Departements, denen hierfür Beträge aus der Staatskasse überwiesen werden. Das Bestreben Frankreichs,
die Viehzucht zu heben, zeigt sich in seiner Subventionspolitik auf diesem Gebiete (besondere Prämien
zur Förderung der Pferdezucht).
Die aus den beiden bearbeiteten Etats erkennbaren Ausgaben der französischen Regierung für die
Förderung der Viehzucht stellten sich wie folgt dar:
1914 1925
Original- Vorkriegs-
ziffern kaufkraft
Subventionen: in 1000 fr.
Pferdezucht ...........:+- N 2.182 450 100
Mauleselzucht: ....4..07 0 Rhenania rn humane 40 — ——
Überweisungen an Departements zur Viehseuchenbekämpfung 2060 1 509 335
Insgesamt.... 4 282 1.959 435
4. Fischerei.
Die Fischerei Frankreichs ist ziemlich bedeutend:
1914 1923
Im Fischereigewerbe erwerbstätige Personen ..........0...001+0 th - 121 200
Anzahl der Fischereifahrzeuge ...........00000000000 HE 26 321 20 740
Außerdem:
Anzahl der Fischdampfer ........0....1.0000000140 000 En 347 494
» ». Motorbo0tee.... 0er 0n Kerr Ener een . 1 162
(AesambioNNage s.0.0rranrernper kenn Henn n NER R na HAM EAN KE NEE en 269 000 241 000
Gesamtgewicht der Fischfänge (in Tonnen)................:.0020+++0) . 241 893
Gesamtwert der Fischfänge (in 1000 Papierfräncs)......0...00.000000-- 630 763
Wenn nach den vorstehenden Angaben der Tonnengehalt der französischen Fischereiflotte nach dem
Kriege auch hinter demjenigen der Vorkriegszeit etwas zurücksteht, so ist er ihm doch auf der anderen
Seite in qualitativer Hinsicht überlegen.
Die Maßnahmen der französischen Regierung auf dem Gebiete der Fischereiförderung bzw. -beauf-
sichtigung liegen in dem Arbeitsbereiche des Unterstaatssekretariats für Handelsmarine, Häfen und
Fischerei, das vor dem Kriege dem Marineministerium, nach dem Kriege dem Ministerium für öffentliche
Arbeiten angegliedert ist. Die an die Seefischerei gezahlten Prämien sind heute, trotzdem sie im Vergleich
zu 1914, zumal nach Umrechnung in Vorkriegskaufkraft, zurückgegangen sind, immerhin beachtens-