eine Schar Kinder spielte Stadtverordnetenversamm-
lung — Worte ohne Taten, Rauch ohne Feuer, Die
Silberagitation begann von neuem und die Anhänger
des Silbers bemühten sich krampfhaft, zu beweisen,
daß die „Goldkäfer”” Wucherer seien, während die An-
hänger des Goldes den Finger auf den wunden Punkt
in den Argumenten ihrer Gegner legten. Aber man
focht sogar innerhalb derselben Partei gegeneinander
und käute alles bis zum Überdruß wieder.
„Der Präsident hat dem Silber den Krieg erklärt”,
sagte Senator Vest pathetisch. „Er will uns selbst als
Mittel benutzen, um uns die Goldwährung aufzu-
zwingen.‘ Er fragte dann, ob wirklich jemand meinte,
die „angebliche Notlage‘ könne nicht ohne weiteres
durch Zahlungen des Schatzamts in Silber beseitigt
werden. „Was mich betrifft‘, rief er und erhob seine
rechte Hand wie zum Schwur, „so werde ich niemals
für die Ausgabe von Schuldverschreibungen stimmen,
um Gold zu verschaffen, da auf diese Weise uns die
Goldwährung aufgezwungen würde.”
Die Antwort der Gesetzgebenden Versammlung
auf die ehrliche und direkte Aufforderung des Präsi-
denten war: „Gold ist das Zeichen der Knechtschaft!”
In England und auf dem europäischen Festland
verbreitete sich bald die Ansicht, daß die Lage des
Schatzamts hoffnungslos sei.
So blieb schließlich die Schuld an der üblen Lage
des Schatzamts auf Präsident Cleveland, und zwar auf
ihm allein, sitzen.
Inzwischen hatten sich jedoch Verhandlungen zwi-
schen dem Schatzamt in Washington und einigen New
Yorker Bankiers angesponnen, Cleveland hatte mit
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