Full text : Die Nationalökonomie in Frankreich

Die  Gruppe  der  Ingenieure  in  der  liberalen  Schule

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Arbeitgeber,  vorausgesetzt,  daß  sie  eine  genügende  Zahl  von
Arbeitern  beschäftigen,  sehr  zu  empfehlen.  Ganz  im  Sinne
Leroy-Beaulieus  und  der  meisten  heute  lebenden  liberalen
Volkswirte  in  Frankreich  befürwortet  Colson  warm  jedwede
Wohlfahrtseinrichtungen  der  Arbeitgeber,  sowie  auch  unter
anderem  die  Gründung  von  Genossenschaften  zum  Bau  von
Arbeiterwohnungen.  An  die  Mitwirkung  des  Staates  appelliert
er  zur  Bekämpfung  von  ungesunden  Wohnungen,  Tuberkulose
und  Alkoholismus.  Vollends  ist  es  Sache  des  Staates,  die  öffentlichen ­
  Lasten  zu  verringern  und  für  regelmäßige  öffentliche
Arbeiten  zu  sorgen.
Die  Erörterungen  über  das  französische  Nationalvermögen
und  die  Einkommensverteilung,  welche  den  dritten  Band  von
Colsons  Lehrbuch  füllen  (Eigentum  an  Grund  und  Boden,
Kapital  und  immateriellen  Gütern),  beruhen  im  wesentlichen
auf  Leroy-Beaulieus  Werk:  De  la  Répartition  des  Richesses
et  de  la  Tendance  à  une  moindre  Inégalité  des  Conditions.  Ebenso
ist  der  Hauptinhalt  des  vierten  Bandes  (Handel)  eine  ausführliche ­
  Wiedergabe  von  Leroy-Beaulieus  Ausführungen  zu  der
Frage  :  Freihandel  und  Schutzzoll.  Im  fünften  und  sechsten  Bande
dagegen  wird  Colson  wieder  selbständiger.
Der  fünfte  Band  :  Finanzwissenschaft,  ist  allerdings  unter
ausgiebiger  Benützung  von  Leroy-Beaulieus  und  Stour  ms
einschlägigen  Werken  zustande  gekommen.  Aber  statt  seine
Vorlagen  zu  verflachen,  wie  es  Colson  in  der  Nationalökonomie
tut,  vertieft  er  sie  hier.  Die  methodologischen  Vorzüge  der
Werke  Leroy-Beaulieus  und  Stourms,  welche  hauptsächlich ­
  darauf  beruhen,  daß  deren  Verfasser  erfahrene  Praktiker
sind,  sind  auf  Colsons  Finanzwissenschaft  übergegangen.  Ja,
der  Wirklichkeitssinn  erscheint  bei  diesem  derart  potenziert,
daß  er  erfolgreich  gegen  die  nichtinterventionistischen  Vorurteile ­
  und  die  überkommenen,  liberalen  Anschauungen  sich
aufbäumt.  Der  Kampf  zwischen  Überlieferung  und  besserer
Erkenntnis  tritt  bei  der  Behandlung  der  Fragen  der  progressiven
Veranlagung  der  Steuern  und  der  Personalbesteuerung  offen  zutage. ­
  In  dem  Kapitel,  welches  der  allgemeinen  Steuerlehre
gewidmet  ist,  verwirft  Colson  „absolut“  die  progressive,  allgemeine ­
  Einkommensteuer,  1.  weil  jede  Progressionsskala  willkürlich ­
  ist  und  2.  weil  deren  Veranlagung  einen  unvermeidlichen
            
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