Full text: Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

222 Die Gründung der Liga gegen Imperialismus und für nationale Unabhängigkeit, 
verweigert, so ist es für jeden klar, was an den offiziellen Regierungsbehaup- 
tungen von bolschewistischen Umtrieben Wahres ist. Wenn aber die Kom- 
mission reisen kann, so bin ich tief überzeugt, daß die Ursachen des Aufstandes 
vor der ganzen Welt enthüllt werden, und daß sie sich nicht als russisch- 
kommunistische Umtriebe herausstellen, sondern als aus den unerhörten Leiden 
der Unterdrückten und Eingeborenen in den bisherigen holländischen Kolo- 
nien verursacht. Trotz der Kürze unserer Tagung hat der Kongreß eine außer- 
ordentlich große Arbeit geleistet. In fast ununterbrochenen Verhandlungen 
haben zahlreiche Kommissionen und Gruppen getagt. Das Resultat dieser 
fieberhaften Arbeit liegt vor in den Memoranden und Resolutionen von 
28 Gruppen. Wir haben Resolutionen von der indischen Delegation, der 
indisch-chinesischen Kommission, der allasiatischen Kommission, der indisch- 
chinesisch-englischen Kommission, der ägyptischen, der syrischen, der indo- 
nesischen, der koreanischen Kommission, der Gruppen aus Latein-Amerika, der 
Delegationen aus den Vereinigten Staaten und den Philippinen, dann eine Er- 
klärung der gesamten amerikanischen Gruppen, Resolutionen der am Kongreß 
vertretenen Gewerkschaftsdelegationen, der Jugend und Studenten. Wichtig 
ist die Erklärung der Negerkommission. Es ist unmöglich, all diese Resolu- 
tionen und Eingaben durch den Kongreß im Plenum zu behandeln. Wir 
haben uns auf die wichtigsten beschränken und die übrigen dem neugie- 
wählten Generalrat zur Beachtung überweisen müssen. Die nächste Zeit 
muß eine Zeit der fieberhaften Arbeit und Tätigkeit werden. Jetzt, nachdem 
die Liga besteht, ist die Voraussetzung zu einer großen Arbeit gegeben. 
Dem Brüsseler Kongreß müssen andere folgen. Ähnliche Kongresse müssen 
in den einzelnen Erdteilen durchgeführt werden. Weiter sind Konferenzen 
der mittelamerikanischen Staaten, Konferenzen Nordafrikas und der arabi- 
schen Länder usw. geplant. Die mit uns sympathisierenden, nur durch 
technisch-organisatorische Mängel an der Teilnahme verhinderten Gruppen 
müssen an die Liga herangeführt werden. Wir müssen unsere Reihen er- 
weitern, stärken. Wenn jeder Teil der Liga auch nur in bescheidenen 
Grenzen mithilft, so wird es uns bald gelingen, unsere Anzahl zu verdoppeln 
und uns dadurch die Möglichkeit zu geben, wirklich die Mehrzahl der unter- 
drückten Völker und Menschen um unsere Fahne zu sammeln. 
Unsere Arbeit wird sich nicht ohne Widerstände vollziehen können. Die 
Regierungen der verschiedenen, von uns angegriffenen imperialistischen 
Staaten werden alles tun, um unsere Arbeit zu erschweren! Sei es! Wir fühlen 
uns stark genug, um allen Widerständen Trotz zu bieten und unsere Arbeit, 
durchzuführen. Die größte Unterstützung hoffen wir bei den Arbeitern und 
Arbeiterorganisationen zu finden. F reilich, einige Arbeiterorganisationen, 
und solche, die sich so bezeichnen, stehen noch abseits und haben sogan 
den offenen Kampf gegen uns angesagt. Die IT. Internationale hat gegen 
uns Stellung genommen. Die belgische Sozialdemokratie hat die Konferenz
	        
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