Full text : Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

ET Anhang.
Andrews, der Generalsekretär des Südafrikanischen Gewerkschaftsbundes,
sendet folgendes Schreiben:
„Die organisierten Arbeiter und die werktätige Bevölkerung Südafrikas
hofft, daß der Kongreß ein großer Erfolg und durch zahlreiche Delegationen
beschickt wird. Die gegenwärtige Lage in China, Java, Mexiko und Indien
verleiht seinen Bestrebungen eine besondere Aktualität.“
Westafrika.
Die Farmer der Goldküste (Gold Coast Farmers’ Association Nsewam) :
„Der Kongreß ist der einzige Hoffnungsstrahl, daß der Kampf für die
Befreiung der versklavten schwarzen Arbeiter langsam zu wachsen beginnt.
Wir werden Ihrer Liga nicht nur dankbar sein, sondern tätig mitkämpfen.
Wir betrachten Sie als Vorhut der Befreiung der isolierten schwarzen
Arbeiter Afrikas von Unterjochung und Tyrannei.“
Zentralafrika.
Die Vereinigung der zentralafrikanischen Neger, das „Comite de Defense
de la Race Negre“ ruft dem Kongreß zu:
„Neue Freiheitskämpfe und neue Freiheitshoffnungen brechen für die
schwarze Rasse an, Brüssel bedeutet den verheißungsvollen Anfang.“
Nordafrika.
Die konstitutionell-liberale Partei von Tunis begrüßt den Brüsseler
Kongreß mit folgendem Schreiben:
„Es ist eigentlich überflüssig, das große Interesse zu betonen, das wir
den Bestrebungen entgegenbringen, den anti-imperialistischen Kampf zu
organisieren. Wir leiden alle unter den gleichen Übeln. Der Imperialismus
 hat uns in gleiche Knechtung gebracht, und nur ein Mittel kann
uns daraus befreien. Wir sind daher entschlossen, an Ihren zukünftigen
Arbeiten wirksam teilzunehmen. Das unsinnig ausgebeutete, ständig unter-Jochte
 Tunis bleibt noch immer: ‚Der Märtyrer Tunis.‘
Ob die Regierung Frankreichs rechts oder links steht, unser Land bleibt
immer das Vaterland, in dem es keine Rede-, Presse- noch Versammlungsfreiheit
 gibt.
Um diese faschistische Diktatur zu brechen, erleiden wir Gefängnis,
Zwangsaufenthalt, Verbannung, die in häufigsten Fällen durch den Mutwillen
 unverantwortlicher Verwaltungen verursacht werden.
Fünfundvierzig Jahre Protektorat sind verstrichen, ohne daß man den
Massen die so feierlich versprochenen materiellen und wirtschaftlichen Ver-280


            
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