Full text : Wie muß sich das Stickstoff-Monopol gestalten?

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das  Kiloprozent  in  Chilesalpeter  (im  Jahre  1907  und  1913),  und  auch
für  die  einzelnen  Stickstoffdüngennttel  kamen  erhebliche  Preisschwankungen ­
  vor  (Chilesalpeter  1,13—1,50  Jt  fürs  Kiloprozent,  schwefelsaures
Ammoniak  1,18—1,395  Jt,  Kalkstickstoff  1,04—1,18  Jt).  —  Will  man  sich
an  die  Höchstpreise  halten,  die  von  gewisser  Seite  für  den  Gesetzentwurf
vorgeschlagen  sein  sollen,  so  gewinnt  man  vielleicht  ein  besseres  Urteil,
denn  es  ist  wohl  anzunehmen,  daß  diese  Zahlen  nicht  ganz  ohne  Aussicht ­
  auf  Billigung  von  seiten  der  Regierung  genannt  wurden.  Hiernach ­
  würde  für  das  erste  Jahr  nach  Friedensschluß  für  das  Kiloprozent
Stickstoff  in  Kalkstickstoff  \\ZJL,  schwefelsaurem  Ammoniak  1,25  Jt,
Salpeter  1,38  Jt,  und  für  die  spätere  Zeit  der  in  Aussicht  genommenen
Dauer  des  Handelsmonopols  in  Kalkstickstoff  0,98°^,  schwefelsaurem
Ammoniak  1,08  Jt,  Salpeter  1,18  Jt  zu  zahlen  sein.  Dabei  darf  der
Verdienst  des  Reiches  aber  6  Pfennig  für  das  Kiloprozent  Stickstoff
nicht  übersteigen.
Lassen  wir  die  fiirs  erste  Jahr  nach  dem  Friedensschluß  in  Aussicht
genommenen  Preise  unbeachtet,  weil  dann  naturgemäß  noch  nicht  wieder ­
  normale  oder  jetzt  genügend  zu  übersehende  Verhältnisse  auf  dem
Stickstoffniarkt  herrschen  können  und  hieran  auch  alle  gesetzlichen  oder
durch  Verordnung  erfolgenden  Bestimmungen  über  Preise  nichts  zu
ändern  vermögen,  und  wenden  wir  uns  den  für  die  weiteren,  vielleicht
etwa  fünf  Jahre  geltenden  Höchstpreisen  zu.  Die  Preisverminderung
gegenüber  den  kurz  vor  Ausbruch  des  Krieges,  also  bis  August  1914,
geltenden  Preisen  würde  betragen  fürs  Kiloprozent:  Kalkstickstoff
7  Pf.,  schwefelsaures  Ammoniak  20  Pf.,  Salpeter  4  Pf.,  eine  namhafte
Preisermäßigung  würde  hiernach  nur  für  das  schwefelsaure  Ammoniak
in  Aussicht  stehen.  Und  da  weiter  das  Reich  nur  einen  Höchstverdienst
von  6  Pf.  für  das  Kiloprozent  Stickstoff  aus  seinen  Werken  ziehen  soll,
so  scheint  man  anzunehmen,  daß  jedenfalls  für  das  Reich  die  Aussicht
vorliegt,  mit  Erwerbungs-  bzw.  Herstellungskosten  für  das  Kiloprozent
Kalkstickstoff  von  0,93  Jt,  schwefelsaurem  Ammoniak  von  1,03  Jt,  Sal-Peter
  von  etwa  1,13  Jt  rechnen  zu  müssen.
Die  Produktions-  ist  ja  nun  bei  der  natürlichen  Geheimhalkoften
  für  heimischen  tung,  welche  im  allgemeinen  jeder  Produzent,  Land-Kokerei-
  und  Luft-  Wirt  wie  Industrieller,  mit  seinen  wirklichen  Prostickstoff:
  duktionskosten  berechtigterweise  übt,  sehr  schwierig,
ein  Urteil  über  die  Berechtigung  solcher  Preise  fürs  Kiloprozent  Stick-
            
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