Full text: Kritische Studien zum wirtschaftlichen Problem des Zwei- und Dreischichtensystems in Hochofenbetrieben

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hervor, daß es sich nicht um die „reinen“ Löhne im Hoch- 
ofenbetrieb handelte, sondern daß die Unkosten, die im 
Erzbergwerk und im Kalksteinbruch entstanden, mitein- 
bezogen wurden, da beide *) unlöslich zusammengehörten 
und erst in ihrer Einheit ein wahres Bild des Lohnauf- 
wandes im Hochofenbetrieb ergäben. Die „reinen Löhne“ 
betrügen etwa 8°, der Selbstkosten, könnten aber in dieser 
Form nicht in eine Selbstkostenberechnung eingesetzt 
werden, da sonst der wirkliche Einfluß der Löhne nicht 
zur Geltung käme. 
Ähnlich sagt 0. Hoffmann ?), daß es wohl so scheinen 
könnte, „als ob die Löhne für die. Roheisenerzeugung nur 
eine verhältnismäßig geringe Rolle spielten“, denn z. B. 
im Jahre 1912 sollten nur 6,6 ° und 1913 nur 6,2 °% des 
Wertes einer Tonne Roheisen an Lohn und Gehältern auf- 
gewendet sein. Das erweise sich aber als trügerisch, denn 
es seien nur die Löhne und Gehaltsaufwendungen des 
eigentlichen Hochofenprozesses berechnet, miteinbezogen 
werden müßten die Lohnanteile aus den zur Roheisen- 
erzeugung verwendeten Rohstoffen, so aus den Eisenerzen 
und aus der Kohle in Form von Koks. Dann ergibt sich 
nach seiner Aufstellung folgende Zusammensetzung der 
Lohnaufwendungen: 
Lohnanteil 
Betrag % des 
bei 1 t Wertes 1 t 
Roheisen Roheisen 
Hochofenbetrieb . . . 4,05 M. 6,2 
Kisenerze‘ . . 4,57 M. 7,0 
Koks (Kohlenförderung und Umwandlung 
von Kohle in Koks. 10.12 M. . 15,6 
"18,74 M.. | 283 
Anmerkungen siehe nächste Seite, 
A
	        
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