thumbs: Wirtschaft als Leben

Haushalten und Unternehmen, V. 
173 
Ich, sei es auch vermittelt, von dem Herrschen betroffen wird. An 
letzter Stelle löst sich da vieles als Schein auf, aber gerade dem un 
mittelbaren Eindruck muß ich die Darstellung anpassen. Harmlos 
betrachtet, kann etwa das Helfen innerhalb einer Vielheit zu einer Herr 
schaft der Gesamtheit, also doch keines Ichs, über den Einzelnen führen, 
btes diene zugleich als Beispiel, wie sich auch von diesen Arten des 
Zusammenhanges, Helfen und Herrschen, das eine mit dem anderen 
aufs Vielfältigste verschränkt. 
In immer gröberen Strichen habe ich Ihnen diese vier einfachen 
bormein Umrissen: Werten und Werben, Helfen und Herrschen. Was 
wir an ihrer Hand beim Erleben des Alltags besser durchschauen, als 
cs schon unsere Alltagskenntnis zur Not erlaubt, das ist überall der 
Zusammenhang zwischen bestimmten Handlungen. Aber mit 
dem Blick auf lauter einzelne Handlungen nur, da würde unser Geist 
gar nicht Herr des wogenden Geschehens um uns. In der Tat, er 
weiß bündiger damit umzuspringen. Über diese Gabe unseres Denkens 
nun s °viel, als nötig ist, um jene Formeln zu entwickeln, deren Inhalt 
er /f das Getriebe des Alltags recht meistern läßt; unter ihnen auch 
” a ushalten“ und „Unternehmen“. Nur scheinbar verlieren wir uns 
amit in eine lange Abschweifung. 
V. 
Unser Denken weiß in Bausch und Bogen mit dem erlebten 
Geschehen zu verfahren: allein wohlgemerkt, ohne es da e 
Zeitenlauf völlig abzulösen.. Das ist hier der wesentliche Unter 
schied von jener rein begrifflichen Bewältigung des Handelns, J 
mit allem Stoffe unseres Denkens möglich wird; und die auc n 
wendig ist, um in Worten sprechen zu können. Wieder andere 
schiede gelten hier gegenüber Leistungen des zerfallenden , 
die neben die Erfahrungsform des Naturgeschehens noch etwas anderes 
st eUen; ich erinnere an den Denkinhalt „Gas“, im Sinne der „kine 
tischen Gastheorie“. Daran gehe ich einfach vorbei, in jener notge- 
drungenen Eile, die vieles andere noch entschuldigen muß. 
Des Geschehens, des Handelns wird unser Denken nicht bloß so 
habhaft, wie es, unablösbar vom Denken selber, erlebt wird; erleben 
a ber, als Erlebnis, Miterlebnis oder Nacherlebnis erfahren, laßt sich 
das Handeln immer nur so wie es von Streben zu Erfolg fließt, als 
der jederzeit in sich nämliche Ablauf, und dabei in mancherlei Zu 
sammenhänge sich einspinnt. Es sind unserem Denken aber noch
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.