Object: Die englische Gefahr für die weltwirtschaftliche Zukunft des Deutschen Reiches

— Die britische Handelspolitik — 
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Um dies darzulegen, braucht man, wie gesagt, keines 
wegs die Drohungen der Pariser Wirtschaftskonferenz als 
tatsächlich schon verwirklicht anzusehen. Gerade wer von 
der Undurchführbarkeit dieser Allgemeinbeschlüsse überzeugt 
ist, mutz sich sagen, datz, selbst unter völliger Außeracht 
lassung derselben, Möglichkeiten genug verbleiben, durch 
welche die Engländer uns weltwirtschaftlich schädigen kön 
nen, ohne datz ein „offizieller" Krieg nach dem Kriege ge 
führt wird. 
Vor allem trifft dies für die Handelspolitik zu. Hier 
hat bekanntlich die Pariser Wirtschaftskonferenz den Be 
schluß gefaßt, datz alle Handelsverträge mit Deutschland als 
aufgelöst gelten sollen und daß nach dem Kriege keines der 
jetzt verbündeten Länder dem Deutschen Reiche die Meist 
begünstigung gewähren dürfe. Gerade die Durchführung 
dieser Drohung mutz von vornherein sehr problematisch er 
scheinen. Wir wollen uns daher mit diesem Drohbild der 
Zukunft nicht eher befassen, als es aussichtsvollere Formen 
angenommen hat. Ganz anders aber steht es mit der 
Frage, wie nach dem Kriege die englische, vor allem aber 
die britische Handelspolitik sich regeln wird. Bekanntlich 
ist die Verwirklichung des britischen Zollvereins, für die 
der verstorbene I. Chamberlain mit einer großen Reihe 
heute noch lebender führender englischer Politiker eine un 
geheure Propaganda ins Leben rief, an dem Widerstand 
rein wirtschaftlicher Interessen des Mutterlandes geschei 
tert. Es wurde damals ein Kampf ausgesuchten zwischen 
großen politischen Bestrebungen einerseits und denjenigen 
Interessen andererseits, welche sich wirtschaftlich durch die 
Verwirklichung dieses politischen Programms benachteiligt 
sahen. Um die Kolonien, die sich mehr und mehr verselb 
ständigten, stärker an das Mutterland zu fesseln, sollte Eng 
land Schutzzölle mit Vorzugstarifen für die Kolonien ein-
	        
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