Welche Mengen werden von ihr insbesondere nach dem Erwerb der nord-
afrikanischen Gruben kontrolliert? Inwieweit wird ihre Monopolstellung
durch eigenen oder kontrollierten Schiffsraum unterstützt?
*Oachverständiger Bicker: Die Stellung der Trafikaktiebolaget
Grängesberg-Oxelösund auf dem internationalen Eisenerzmarkt ist durch
den Besitz der lappländischen. Grubenfelder, der Grängesberg-Grube in
Mittelschweden und neuerdings” "der nordafrikanischen Gruben, speziell
was Deutschland anbetrifft, da dieses Land in großem Umfange Thomas-
roheisen erzeugt, überragend. Dagegen ist diese Stellung in den anderen
Ländern, welche mehr Hämatit- und Gießereiroheisen erzeugen, nicht
80 bedeutend. Nach schwedischen Zeitungsnachrichten beherrscht die
Grängesberg-Gesellschaft etwa 60 bis 65° des Erzbedarfs Europas.
Sie besitzt eben, was Thomaseisenerze betrifft, eine Monopolstellung
und wird hierin durch eigenen Schiffsraum (etwa 165 000 t) unterstützt.
*Sachverständiger Brennecke: Die Gesamtausfuhr von Eisen-
erzen aus Schweden betrug 1925 8 793 000 Tonnen, 1926 7 606 000 Ton-
nen, 1927 (7 Monate) 5573 000 Tonnen. Schweden hat im Jahre 1926
39% des gesamten Erzexportes der Welt gedeckt (45 °% Ausfuhr der
europäischen Länder, gerechnet nach Tonnen-Fe-Gehalt).
Im Jahre 1925 41,2 °% bzw. 47,5 °).
Die Trafikaktiebolaget Grängesberg-Oxelösund hat verladen:
1925: 7629000 Tonnen,
1926: 6973 000 Tonnen,
Januar/August 1927: 6 775 000 Tonnen.
Die Trafikaktiebolaget dürfte über einen Schiffsraum von
24 Dampfern verfügen mit einer jährlichen Leistungsfähigkeit von
3000000 Tonnen.
Vorsitzender: Welche Bedeutung haben die russischen Man-
Zanerzgruben für die deutsche Manganerzversorgung, und zwar:
1. die Gruben des südrussischen Erztrustes (Jurt),
2. die Gruben der Georgian-Manganese-Company in Tschiaturi?
_ Welche Mengen Erz sind in den letzten Jahren aus Tschiaturi und
Nikopol verfrachtet worden, und zwar unter Angabe, nach welchen ver-
Schiedenen Ländern?
*Sachverständiger Wenzel: Die Gruben des südrussischen Erz-
trustes umfassen die Manganerzgruben von Nikopol und außerdem
Kisenerzgruben.
Die Bezirke Techiaturi und Nikopol haben für die deutsche Man-
ganerzversorgung große Bedeutung. Die größere fällt wohl Tschiaturi
Zu, da Deutschland den größeren Teil seines Manganbedarfes von den
Techiaturigruben deckt.
{n den letzten Jahren eind aus Tschiaturi und Nikopol die nach-
stehend aufgeführten Mengen nach den‘ verschiedenen Ländern ver-
rachtet)),
1) Siehe S. 104.
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