Full text: Entwicklung der Reklame vom Altertum bis zur Gegenwart

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MITTELALTERLICHE WARENZEICHEN 
des Basler Buchdruckers Bernhard Richel aus dem 
Jahre 1482 (s. Abb. 78). 
Der Buchdrucker Benedikt Hektor gab um die Wende 
des 15. Jahrhunderts seinen Kunden folgenden Rat: „Käufer, 
wenn Du Bücher aus meiner Druckerei kaufen willst, gib acht, 
schau auf mein Geschäftszeichen, welches sich auf der Titel- 
seite befindet; so wirst Du niemals getäuscht werden. Übel- 
wollende Drucker haben nämlich meinen Namen auf ihre 
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Abb. 79. Buchdruckerzeichen, Mitte des 16. Jh. 
minderwertigen und fehlerhaften Erzeugnisse gesetzt, damit 
sie sie leichter verkaufen können.‘ Einen ähnlichen Rat 
gab um die gleiche Zeit der Buchdrucker Jocodus Badius 
in Paris seinen Kunden, damit sie mit Hilfe seines Zeichens 
gut auskorrigierte und druckfehlerfreie Ware erhielten. In 
diesen Ratschlägen liegt die typische Qualitätsgarantie der 
Ware durch die Verwendung des Geschäftszeichens. 
Als sich der Handelsverkehr über Italien immer mehr 
ausdehnte, finden wir auch auf den von dort eingeführten 
Waren sogar bereits relativ fein ausgeführte Firmenzeichen 
(s. Abb. 80 u. 81). Die Abb. 82—84 geben den Beweis, daß 
vor allem bei Waren, die der Käufer auf ihre Qualität nicht 
leicht überprüfen konnte, d. i. z. B. Blattgold, Geschäftszeichen
	        
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