Full text : Répertoire des administrateurs & commissaires de société, des banques, banquiers et agents de change de France et de Belgique

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Eisenbahnen.

ähnliche  Fangeinrichtungen,  desgleichen  besondere  Postzüge.  Aus  letzteren  sind  die  seit
dem  Jahre  1899  mit  beschleunigter  Fahrt  zwischen  New  Jork  und  San  Francisco  verkehrenden ­
  Überlandzüge  hervorzuheben.  Sie  durcheilen  die  rund  5500  km  lange  Riesenstrecke ­
  in  nur  98  bis  100  Stunden,  wobei  sie  aus  der  2800  km  langen  Gebirgsstrecke
Omaha-Sacramento  vier  Wasserscheiden  zu  ersteigen  haben  und  zwar  die  Felseugebirge
in  2518  in  Höhe,  die  Wahsatchberge  in  2388  m,  die  Humboldtberge  in  1875  m  und
die  Sierra  Nevada  in  2140  m.  Besonders  lange,  steile  Rampen,  die  nach  S.  106  bis
22  °/ 00  vorkommen,  werden  mit  zwei,  selbst  drei  Lokomotiven  genommen.  Die  Höchstgeschwindigkeit ­
  beträgt  stellenweise  125  km  in  der  Stunde,  soll  aber  auf  kürzeren
Strecken  wiederholt  noch  erheblich
größer  gewesen  sein.  Die  heutigen
Bahnpostwagen  kamen  in  Amerika
1862  auf;  bis  dahin  waren  die
Postsachen  in  einem  Abteil  der  Gepäckwagen ­
  befördert  worden.  Mit
dem  Anschwellen  des  Briefverkehrs
wuchsen  die  Schwierigkeiten  des  Sortierens ­
  der  Postsachen  während  der
Fahrt.  Eigene  Wagen  wurden  nötig.
In  Deutschland  wurde  die  Bahnpost  bereits  vor  50  Jahren
eingeführt  und  zwar  am  1.  Mai  1849  in  Preußen.  Sie  war
allerdings  noch  etwas  eigentümlicher  Art;  denn  die  Beförderung ­
  der  Postsachen  erfolgte  in  den  gewöhnlichen  Postkarren,
die  zu  dem  Zweck  auf  dazu  besonders  hergerichtete  Eisenbahnwagen ­
  verladen  und  auf  ihnen  versandt  wurden.  Nach  wenigen ­
  Jahren  zwangen  auch  hier  die  Verhältnisse  die  dem  Eisenbahnwesen ­
  anfangs  sehr  kühl  und  ablehnend  gegenüberstehende
Postverwaltung  zu  einer  durchgreifenden  Änderung.  Besondere
Bahnpostwagen  wurden  in  die  Züge  gestellt,  um  die  auf  den
einzelnen  Stationen  die  Postsendungen  aufnehmen  und  abgeben
sowie  während  der  Zugfahrt  sie  für  die  einzelnen  Bestimmungsorte ­
  sichten  zu  können.  Auch  diese  Bahnpostwagen  haben  im
Laufe  der  Jahre  eine  Wandlung  zum  Besseren  durchgemacht,
sowohl  was  Raum  und  Gangart,  als  auch  innere  Einrichtung
und  Beleuchtung  (S.  253)  betrifft.  Jetzt  laufen  in  Deutschland ­
  über  2000  besondere  Postwagen  in  den
d-  Zügen,  von  denen  auf  Preußen  1600  entfallen.
  Außerdem  sind  zahlreiche  Gepäckwagen
PP  auch  für  Postzwecke  eingerichtet.  Nicht  weniger
als  5800  Beamte  sind  allein  im  norddeutschen
Bahnpostdienst  thätig.
Eine  andere  für  die  Reisegeschwindigkeit
wichtige  Einrichtung  ist  das  Wassernehmen  während  der  Fahrt.  Das  Durchfahren
langer  Strecken  ist  durch  den  Wasservorrat  begrenzt,  den  die  Lokomotiven  in  dem  Tender
mitführen.  Anfangs  baute  man  diese  klein,  steigerte  dann  ihren  Wasserinhalt  auf  8  cbm,
später  auch  10—12  cbm,  um  seit  den  90er  Jahren  auf  15,  selbst  18  cbm  und  vereinzelt ­
  in  Amerika  noch  höher  hinaufzugehen.  Eine  Schnellzuglokomotive  gebraucht  vor
dem  Zuge,  je  nach  dessen  Gewicht,  Geschwindigkeit  und  den  Witterungsverhältnissen
stündlich  etwa  7—14  cbm  Wasser.  Ein  Kilogramm  Kohle  verdampft  6—8  kg-  Wasser.
Die  Tender  fassen  gewöhnlich  4000—6000  kg  Kohlen  (Tenderlokomotiven  führen  wesentlich ­
  kleinere  Wasser-  und  Kohlenmengen  mit  sich).  Man  erkennt,  daß  die  Größe  des
mitgeführten  Wasservorrates  in  erster  Linie  die  Fahrtlänge  begrenzt.  Geht  er  auf  die
Neige,  so  muß  er  ergänzt  werden.  Meistens  sind  die  betreffenden  Haltestationen  zu  dem
Zwecke  mit  Hochbehältern  ausgerüstet,  in  die  ein  Pumpwerk  oder  ein  natürliches  Gefälle

jiMHiamm

132.  Mafferkran  der  preußischen  Staatsbahnen.
            
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