Contents: Zur Geschichte und Theorie des Bergregals und der Bergbaufreiheit

Seiten daran gewendet, zu beleuchten, wie wichtig für die 
Humanisierung und Zivilisierung des Mannes und damit 
der ganzen Menschheit eine gesteigerte geschlechtliche 
und väterliche Verantwortlichkeit wäre und eine höhere 
Gerechtigkeit gegenüber der Frau als häuslicher Arbeiterin. 
In dem zweitenTeil desselben Kapitels behandelte ich dann 
ausführlich eine mir momentan fast noch dringender er 
scheinende praktische Frage der Geschlechter — die Hal 
tung des Mannes gegenüber jenen Frauen, die nicht im 
Hause beschäftigt sind, gegenüber der großen und an Zahl 
immer zunehmenden Gruppe von Frauen, die durch die 
Entwicklung der modernen Verhältnisse in den Strom des 
Erwerbslebens hinausgetrieben werden, sich selbst und 
andere durch ihre eigene Arbeit erhalten müssen und die 
da an Händen und Füßen gebunden sind, nicht durch die 
geistigen oder körperlichen Schranken ihrer Natur, son 
dern durch künstliche Einschränkungen und Vorurteile, den 
Überbleibseln eines vergangenen Gesellschaftzustandes. 
Es ist gerade dieser Mißstand, der, wenn man die Sache 
eingehend in all ihren Folgeerscheinungen studiert, als die 
Wurzel und Hauptquelle des entsetzlichsten sozialen Übels, 
unter dem wir leiden, erkannt werden wird. 
Keine andere Tatsache in dem ganzen Verhältnis der Frau 
zu unserer heutigen Gesellschaft nähert sich so sehr einem 
willkürlichen und unerhörten „Rechtsbruch“, als die, daß 
es bei gleicher, von Mann und Frau gleich gut verrichteter 
Arbeit Gesetz geworden ist, die Frau einzig auf Grund 
ihres Geschlechtes niedriger zu entlohnen. 
Es ist mir immer unbegreiflich gewesen, daß Männer von 
Aufklärung und Billigkeit das Bestehen einer solchen Un 
gleichheit auch nur eine Stunde lang dulden können, und es 
ist nur erklärlich als Folge des verblendenden Einflusses 
von Gewohnheit und Herkommen. Ich persönlich habe 
dieses Unrecht immer so tief empfunden, daß dieser 
Punkt und nur noch ein anderer im Verhältnis von Mann 
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