Full text: 10 Jahre Wiederaufbau

Werte der Importe in Schilling: 
Milch +. 0.0... 
Naturbutter . .. .. 
Käse. ..... 
ZUusammEN . . . 0... 
!) Milchzoll. 
) Butterzoll. 
’) Erhöhter Butterzoll. 
Y Käsezall. 
1924 
' | 
1925 1926 1927 
1. Halbjah 
1927 
. Halbjahr 
1928 
12,246.000 13,550.000 12,056.0001) 3,588.000 2,080.000 530.000 
0,433.000 / 7,567.000 10,018.000?) / 9,137.000%) | 6,071.000 2,499.000 
16.426.000 0.204.000%) | 8.168.000 _ 7.347.000 3,891.000 ‚, 2,314.000 
38.105.000 | 30,321.000 30,242.000 | 20.072.000 | 12.042.000 | 5,343.000 
Werte der Fxporte in Schilling: 
Milch. 20.0.0000 | “305.000 934.000 480.000 / 677.000 348.000 
Naturbutter . . . 23.000 847.000 1,330.000 1,038.000 258.000 
Käse 2.0.0.0... “— 602.000 592.000 1,126.000 ! 1,106.000 615.000 
zusammen 1.080.000 | 2,373.000 I 2,936.000 | 2,911.000 ‘1.221.000 
| 083.000 
1,152.000 
1,089.000 
1". 2.024.000 
von rund 2000'9 Millionen Schilling, jener der jähr- 
lichen Milchproduktion mit etwa 660 Millionen 
Schilling und der Wert der Fleischproduktion mit 
zirka 503 Millionen Schilling beziffert werden. Aus 
diesen Zahlen ergibt sich die große Bedeutung der 
Tierproduktion und der Milchwirtschaft außer für 
die Landwirtschaft insbesondere auch für die Volks- 
and Staatswirtschaft. In der Erkenntnis dieser Wichtig- 
keit besteht auch für die Bundesregierung die Ver- 
öflichtung zur entsprechenden Fürsorge und Förderung 
lieser Wirtschafts- und Produktionszweige, welcher 
vor allem durch die Bereitstellung entsprechender Geld- 
mittel Genüge geleistet wird. Für Tierzucht und Milch- 
wirtschaft erreichten diese Mittel im Jahre 1928 bereits 
Jie Höhe von L580.000, bzw. 700.000 Schillingen. 
Die Zweckbestimmung für diese Kredite, die noch 
um die Beiträge der Länder respektive der landwirt- 
;Chaftlichen Hauptkörperschaften vermehrt worden ist: 
Die möglichst verallgemeinerte fachliche Aufklärung 
and Unterweisung der Landwirte in allen Fragen einer 
‘'ationellen Tierproduktion (Kurse, Vorträge, Exkur- 
äonen, Publikationen); 
Beschaffung und Sicherstellung der Haltung geeig- 
leter männlicher Zuchttiere (Förderung des Ankaufes 
und Unterstützung der Haltung der für die öffent- 
liche Zuchtverwendung bestimmten Tiere); 
geregelte Durchführung der Rassen und Leistungs- 
züucht (Austausch von Rassetieren. Beschaffung von 
Regenerationsmaterial, Zuchtbuchführung und Lei- 
;tungskontrolle), Ausgestaltung der züchterischen Or- 
zanisationen (Wiederbelebung und Vermehrung der 
Zuchtgenossenschaften, Ausbildung und Bestellung des 
srforderlichen Fachpersonales); 
Veranstaltung von Tierschauen, Prämiierungen, 
Schaffung und Einrichtung von Stammzuchten und 
Zuchtanstalten: einschließlich Geflügel-, Bienen- und 
"ischzuchtanstalten sowie von Aufzuchtstätten ; 
Propaganda für den Viehabsatz; 
ferner die weitestgehende Aufklärung in den Krei- 
‚en der Landwirte und der Verbraucher in allen 
"ragen der Milchwirtschaft und des Molkereiwesens, 
lie Heranbildung von Viehwärtern, Melkern sowie 
les erforderlichen Molkereipersonales, die Errichtung 
:on Melker- und Molkereischulen, die Ermöglichung 
les Besuches ausländischer Fachschulen, die Errich- 
ung moderner Molkereianlagen sowie von Muster- 
petrieben für Alp- und Talsennereien, Verbesserung 
solcher veralteter Anlagen, Wiederbelebung und 
Gründung von Molkerei- und Milchgenossenschaften, 
"rrichtung von Milchsammelstellen, Förderung der 
Laberzeugung, Herstellung von Butter- und Käse- 
-eifungskulturen, Veranstaltung von Butter- und Käse- 
schauen sowie die Propaganda für den Verbrauch 
und den Absatz von Milch- und heimischen Milch- 
produkten. 
DAS ÖSTERREICHISCHE VETERINÄRWESEN 
Von Ministerialrat Karl Kasper. 
_ Als im Jahre 1018 das alte Reich zerfiel, sah sich die 
Österreichische Veterinärverwaltung vor mannigfache 
ichwere Aufgaben gestellt. Am Ende des Krieges hatte 
Nsbesondere die Räude der Finhufer einen gefährlichen 
Umfang zu verzeichnen, die in vielen Tausenden von 
ehöfen herrschte. Auch die Maul- und Klauenseuche 
vies eine sehr bedrohliche Ausbreitung auf, Rotz- und 
Wutkrankheit machten sich in zahlreichen Fällen bemer- 
bar. Die Pockenseuche der Schafe war nach langjähriger 
Dause wieder vorgekommen. 
Da bei den gegebenen Seuchenstandsverhältnissen der 
‚9 dringend gebotene Wiederaufbau der Viehwirtschaft
	        
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