nit dem Eder-Hechtschen Graukeil geprüft, dessen Ver-
wendung neuerdings auch auf drucktechnische Unter-
suchungen ausgedehnt wurde.
Für Untersuchungen auf dem Gebiete der Wärme
stehen eine ganze Anzahl von Prüfstellen in Wien zur
Verfügung, die sich in ihrer Tätigkeit zum Teil über-
greifen. Es sind dies die Versuchsanstalt für Brenn-
stoffe, Feuerungsanlagen und Gasbeleuch-
‚ung an der Technischen Hochschule, die Dampf-
und Wärmetechnische und die Heiztechnische
Versuchsanstalt der Dampfkesselunter-
suchungs- und Versicherungs-Gesellschaft
a. G., die Physikalisch-technische Versuchs-
anstalt für Wärmeschutz am Technologischen
Gewerbemuseum und die Heiztechnische Ver-
suchsanstalt der Hafner und des Ofensetzer-
gewerbes Österreichs. Die Anstalten sind in der
einen oder anderen Richtung spezialisiert. Zusammen-
‘assend kann gesagt werden, daß sich ihre Tätigkeit auf
die Untersuchung, Prüfung und praktische Erprobung von
Brennstoffen, Feuerungen, Apparaten, Instrumenten und
Verfahren auf heiztechnischem, wärmetechnischem und
dampftechnischem Gebiete erstreckt. Die während und
ı3ach dem Kriege einsetzende Not an Brennstoffen, die
allerdings in den letzten Jahren wieder überwunden
wurde, zwang zur höchsten Ausnützung auf rationellster
Grundlage. Die Frage der ökonomischen Erzeugung und
Verwertung der Wärmeenergie bleibt aber weiterhin
zines der dringendsten Probleme der Wirtschaft. Die
Wärmetechnik hat auch große Wichtigkeit für den
Jaushalt. Die richtige Konstruktion und Bedienung der
Zasgeräte, elektrischen Heizgeräte, der Öfen und Herde
tellt diese Versuchsanstalten vor stets neue prüftechni-
che Aufgaben. Für die Industrie sind Fragen des
Wärmeschutzes, der Isolierung der Rohrleitungen, der
Wärmedurchgang durch die Materialien von hohem
nteresse. Für diese Messungen ist die oben erwähnte
/ersuchsanstalt am Technologischen Gewerbemuseum
peziell eingerichtet. ,
Im Rahmen des Bundesamtes für Fich- und Ver-
nessungswesen in Wien wurden im Jahre 1925/20 zwei
Versuchsanstalten errichtet: Die Versuchsanstalt für
zeodätische Instrumente und. die Versuchs-
ınstalt für Behelfe zur Zeitmessung (Uhren-
»rüfung). Das Bundesvermessungsamt verfügt über alle
»rforderlichen Einrichtungen für die Untersuchung von
zeodätischen Instrumenten und von Uhren. Durch die
"rrichtung der beiden Anstalten wurden diese Einrich-
ungen den Kreisen des Gewerbes erst richtig zugäng-
ich gemacht. Über Antrag werden geodätische Instru-
nente hinsichtlich der Justierung genauestens untersucht,
lie Erzeuger solcher Instrumente finden fachmännische
3eratung. Die Uhrenprüfstelle wird namentlich auch von
‘chweizer und französischen Erzeugerfirmen stark in
Anspruch genommen. Aber auch der Besitzer einer
Faschenuhr wendet sich mit Vorteil an die Prüfstelle.
s wird der Gang der Uhr genau bestimmt, die Ab-
‚ängigkeit von der Lage — horizontal oder vertikal —
‚on der Temperatur und von Erschütterungen wird ge-
NEsSsSEN.
Abb. 7. Schiffbautechnische Versuchsanstalt. Wasserbecdkken mit Schleppwagen
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