Full text: Die Volkszählung vom 1. Dezember 1910 sowie die Ergebnisse der Bevölkerungsaufnahmen in den Jahren 1911 bis 1917 im hamburgischen Staate

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Ergebnisse der Bevölkerungsaufnahmen oder Volkszählungen in Hamburg in den Jahren 11)11 bis 1917. 
Die Haushaltungen und Bewohner in den einzelnen Stadtteilen 1911. 
Tab. 42. 
Stadtteile 
Anzahl der 
Haus 
haltungen 
Am 1. November 1911 anwesende 
Personen 
Zunahme oder Abnahme 
der Einwohnerzahl 
1911 gegen 1910 
Anstalten 
männlich 
weiblich 
überhaupt 
Anzahl 
voll 
hundert 
Altstadt-Nord 
4 877 
10 335 
9 094 
19 429 
1218 
5,90 
„ Süd 
2 245 
4 676 
4 177 
8 853 
— 
253 
— 
2,8« 
Neustadt-Nord 
9 925 
21 450 
19 154 
40 604 
— 
810 
— 
7,96 
„ Süd 
7 609 
16 245 
14 065 
30 310 
— 
592 
— 
1,92 
•St. Georg-Nord 
9 988 
22 016 
20 382 
42 398 
+ 
179 
+ 
0,42 
„ Süd 
14 076 
32 580 
28 318 
60 898 
413 
0,67 
St. Pauli-Nord 
9 572 
20 835 
18 642 
39 477 
— 
1015 
— 
2,51 
,, Süd 
8 075 
19 201 
15 411 
34 612 
— 
257 
— 
0,74 
Eimsbüttel 
31 977 
58 413 
61 987 
120 400 
+ 
4 000 
+ 
3,44 
Rotherbaum 
6 723 
14 288 
16 956 
31 244 
87 
0,28 
Harvestehude 
5 783 
9 572 
16 139 
25 711 
+ 
547 
+ 
2,17 
Eppendorf 
19 633 
35 064 
40 761 
75 852 
+ 
2 698 
+ 
3,69 
Winterhude 
8 670 
15 976 
18 600 
34 576 
+ 
2 467 
+ 
7,68 
Bannbeck 
25 296 
50 023 
50 687 
100 710 
+ 
8 201 
-f 
8,87 
Uhlenhorst 
10 112 
18 765 
21 390 
40 155 
988 
2,40 
Hohenfelde 
7 850 
13 630 
17 597 
31 227 
— 
75 
— 
0,24 
Eilbeck 
15 030 
26 596 
29 850 
56 446 
+ 
2 000 
+ 
3,67 
Borgfelde 
8 842 
16 469 
17 366 
33 835 
366 
1,07 
Hamm 
13 287 
24 240 
26 065 
50 305 
+ 
5 997 
+ 
53 
Horn 
1 910 
4 062 
3 779 
7 841 
+ 
56 
+ 
0,72 
Billwärder Ausschlag 
11533 
25 178 
23 087 
48 265 
+ 
1598 
+ 
3,42 
Steinwärder 
299 
587 
607 
1 194 
219 
15,50 
Kl. Grasbrook 
150 
287 
308 
595 
+ 
35 
+ 
0,25 
Veddel 
1369 
4 284 
3 308 
7 592 
+ 
554 
+ 
7,87 
Stadt zusammen ohne Schiffe 
234 831 
464 772 
477 757 
942 529 
+ 
22 039 
+ 
2,89 
Im Jahre 1910 
227 513 
451 845 
468 645 
920 490 
+ 
35 996 
+ 
4,07 
Änderung für 1910/11 
+ 7 318 
+ 12 927 
+ 9 112 
+ 22 039 
— 
13 957 
Schiffe im Hafen 
2 790 
9 380 
1 170 
10 550 
Stadt überhaupt mit Hafen 
237 621 
474 152 
478 927 
953 079 
+ 
22 044 
+ 
2,87 
Im Jahre 1910 
230 299 
461 221 
469 814 
931 035 
+ 
35 231 
+ 
3,98 
Änderung für 1910/11 
+ 7 322 
+ 12 931 
+ 9113 
+ 22 044 
— 
13187 
geringere Zahl der männlichen Personen hei der 
ortsanwesenden Bevölkerung zurückzuführen. 
In den einzelnen Stadtteilen nahm die Bevölke 
rungsbewegung den folgenden Verlauf: 
1911. Die Entvölkerung der inneren Stadt und 
die Verschiebung des Schwerpunktes der Bevölke 
rungsmasse weiter nach den nördlichen und östlichen 
Stadtteilen hielt weiterhin an. Außer der inneren 
Stadt hatten aber die Stadtteile St. Pauli, St. Georg- 
Süd, Rotherbaum, Uhlenhorst, Hohenfelde, Borgfelde 
und Steinwärder, im ganzen also 12 Stadtteile, um 
6293 Personen oder 1,66 % abgenommen. Rechnet 
man diese Zahl zu der Gesamtzunahme noch hinzu, 
so würde sich für die übrigen 12 an Einwohnerzahl 
größer gewordenen Stadtteile ein Wachstum um 28332 
Bewohner oder 5,22 % ergeben. Diese beiden Zahlen 
zeigen im großen und ganzen die Weiterentwicklung 
der Bevölkerungsverschiebung an, die von 1909 auf 
1910 in fünf Stadtteilen — 3316 oder — 2,81 % 
und in 19 Stadtteilen -j- 39 312 oder + 5,13 % betrug. 
Bei der Beurteilung der an Zahl größer gewor 
denen Stadtteile ist zu bemerken, daß die verhältnis 
mäßig große Zunahme der Veddel nur eine schein 
bare war. Dort wurden nämlich 1742 Auswanderer, 
521 mehr als im Jahre 1910, gezählt. Läßt man 
diese außer Betracht, so ergibt sieh nur ein Zuwachs 
von 33 oder 0,57 %. Ähnlich beruhte die Zunahme 
von St. Georg-Nord nur auf der größeren Zahl der 
zufällig anwesenden Hotelgäste (etwa 1000). Wird 
nur die Wohnbevölkerung berücksichtigt, so war 
St. Georg-Nord sogar um 1,67 % zurückgegangen. 
1912. Wiederum zeigten sich erhebliche Unter 
schiede in den Veränderungen der Volkszahl. Die 
allmähliche Entvölkerung der inneren Stadt war 
zwar noch nicht zur Ruhe gekommen, und das An 
wachsen der äußeren Stadtteile im Norden und im 
Osten dauerte fort; die Abnahme erstreckte sich 
aber in diesem Jahre auf nur sechs Stadtteile, und 
zwar Altstadt-Nord, Altstadt-Süd, Neustadt-Nord, 
Rotherbaum, Steinwärder und Veddel; sie betrug 
2512 Personen oder 2,31 %. Die Einwohnerzahl der 
übrigen 18 Stadtteile hatte um 26 237 Personen oder 
4,35 % zugenommen. Die Abnahme in Rotherbaum 
beruhte auf Abbrüchen von Wohngebäuden und der 
geringeren Zahl der Militärpersonen. Bei der Veddel 
war der große Unterschied zwischen den Ergeb 
nissen von 1912 und 1911 im wesentlichen auf die 
ungleiche Zahl der in den Auswandererhallen gerade 
anwesenden Auswanderer zurückzuführen, nämlich 
1369 im Jahre 1912 gegen 1742 im Jahre 1911. 
1913. Besonders auffällig war die Bevölkerungs 
abnahme in der inneren Stadt, in St. Georg-Süd und
	        
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