Full text: Die obligatorische Krankenversicherung

500 DRITTER TEIL 
verzichten, die man aus dem Klassensystem zu ziehen beab- 
sichtigt: Einfachheit in den Formalitäten der Eintragung, 
der Meldung und der Kontrolle; verhältnismässige Stetig- 
keit in der Einteilung der Versicherten. 
Versuchen wir an einem schematischen Beispiel uns eine Vor- 
stellung von dem Hinfluss der Klasseneinteilung zu machen. 
Nehmen wir als Geldeinheit den niedrigsten Lohnbetrag, den man 
in Rechnung stellen kann. Nehmen wir ferner an, dass die Löhne 
ausreichend genau bewertet werden können, so dass sie nicht 
mehr als um eine Einheit pro Stufe variieren. Betrachten wir eine 
Aufteilung der Versicherten, wobei ein Höchstlohn von 16 Ein- 
heiten eingesetzt werden soll : 
GESAMTZAHL DER VERSICHERTEN: 100.000 
Lohn 
Zahl der 
Versicherten 
150 
350 
500 
‚300 
2.500 
4,400 
6.700 
3,300 
! Zahl der 
Lohn Versicherten 
) 
11.900 
12.900 
12.900 
11.900 
9.300 
6.700 
4.400 
4.800 
3 und mehr 
Bildet man keine Lohnklassen, so beträgt die Summe der an- 
rechnungsfähigen Löhne 1.046.050 Einheiten gegen 1.050.000 
Einheiten, wenn man keinen Höchstlohn hätte (wobei eine sym- 
metrische Verteilung um den Lohn von 10,5 stattfindet). 
Bilden wir nun 8 Lohnklassen, indem wir je zwei der vorherigen 
Gruppen zusammenfassen. Man erhält dann folgende Verteilung: 
Lohnklasse | Zahl der Versicherten 
500 
1.800 
5.900 
16.000 
24.800 
24.800 
L6.000 
3.200 
Die anrechenbaren Löhne betrugen, 
wenn der Grundlohn mit der unteren Grenze jeder 
Lohnklasse zusammenfällt KR 
wenn der Grundlohn mit dem Mittellohn zusam- 
menfällt 
994. 400 
} 044.400
	        
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