-entspricht. Denn obgleich der Mittelstand auch heute noch für die
Ausbildung seiner Töchter nicht viel aufzuwenden geneigt ist, schickt
-er sie doch des standesgemäßen Auftretens wegen in eine Mittelschule
-oder doch wenigstens einige Jahre in eine höhere Mädchenschule. Das
jetzt bestehende Übergewicht der Yolksschulhildung ist also eine Folge
des Eindringens der Arbeitertöchter in die Kontortätigkeit und recht
fertigt die Annahme, daß die unteren Volksklassen ein immer größeres
Kontingent der Berufszugehörigen stellen.
Auch die Zusammenstellung von Schul- und Fachbildung läßt
-einige Schlüsse auf die Herkunft des Kontorpersonals zu.
Es gaben an
beim Kontorpersonal mit
praktischer Lehre
theoretischer Ausbildung
B. V.
V. K. V.
B. V.
V. K. V.
%
%
%
%
Volksschule
64,4
59,7
46,8
50,3
Mittelschule
7,6
21,1
9,0
23,2
Töchterschule
27,9
19,2
44,0
26,5
Bei dem Kontorpersonal mit praktischer Lehrzeit überwiegt die
Volksschule ganz bedeutend. Hierbei ist von großer Bedeutung, daß
«ich allgemein die Sitte einer Lehrlingsvergütung an Stelle eines Lehr
geldes eingebürgert hat. Den unteren Volksklassen wird dadurch das
Eindringen in diese Stellen erheblich erleichtert; damit ist der hohe
Pozentsatz dieser Angestellten mit Volksschulbildung zu erklären. Es
■darf jedoch nicht außer Betracht gelassen werden, daß die oberen
Schichten der Arbeiterklasse wohl imstande sind, für eine bessere Fach
bildung ihrer Töchter zu sorgen. Daher haben auch von denen, die
theoretischen Unterricht ängaben, fast die Hälfte nur Volksschulbildung
:genossen. Da aber theoretische Ausbildung ohne Kostenaufwand kaum
erworben werden kann, ist hier die obere Mittelschicht stärker vertreten.
Die theoretische Ausbildung wird auf sehr verschiedenen Wegen
erreicht, daher zeigen sichauchUnterschiedehinsichtlichder Schulbildung.
Von dem Kontorpersonal, das Auskunft über seine Vorbildung er
teilte, hatten
Unterricht auf einer
nach Besuch einer
Handelsschule
Fortbildungs
schule
Presse
B. V.
%
V. K. V.
%
B. V.
%
v. k. y.
%
B. V.
%
V. K. V.
%
Volksschule ....
55,7
54,4
75,0
66,3
35,4
48,2
Mittelschule . .
4,3
23,8
6,2
20,5
13,0
22,9
Höh. Mädchenschule
39,9
21,8
18,7
13,2
51,5
28,9
Privat- oder
gar keinen
Unterricht
B. V.
v. k. v.
%%
27,4
10,0
62,6
33.1
26.2
40,7