Full text: Der deutsche Buchhandel

52 1. Die Zweige des deutschen Buchhandels. 
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da mit den Musikalienhandlungen zumeist auch der Vorverkauf von 
Eintrittskarten für musikalische Veranstaltungen aller Art ver- 
bunden ist und bei solchen Gelegenheiten ebenso wie für die 
Kritiker auch für die Billettverkaufsstelle Freikarten zur Verfügung 
gestellt werden, vielfach als einziges Entgelt für die Mühewaltung 
beim Kartenverkauf. 
Mit den Musikalienhandlungen an größeren Plätzen sind nicht 
selten Konzertagenturen verbunden, ‘die musikalische Veranstal- 
tungen für eigene Rechnung übernehmen. Dann kommt der Musi- 
kalienhändler mit den ausübenden Künstlern in persönliche Be- 
ziehungen und kann auf sie einwirken, daß durch Aufnahme dieses 
oder jenes Musikstücks in ihre Vortragsfolge seine verlegerischen 
Unternehmungen gefördert werden. 
Für den Nebenbetrieb des Musikalienhandels kommen aber alle 
diese Anforderungen nur in bescheidenem Maße in Betracht. Der 
Sortimentsbuchhändler wird seine Kundschaft auch ohne den Hof- 
meisterkatalog befriedigen können, wenn er die Noten, die er neben 
den Büchern zu beschaffen hat, wie oben schon gesagt wurde, vom 
Musikalien-Großsortimenter oder vom Barsortiment bezieht, 
Die Jahresproduktion im Musikalienverlag betrug: 
1924: ernste Musik 900, leichte Musik 2700. 
1925: „ 1800, „3700. 
1926: » 2400, „3100. 
Kammermusik: 1924 : 250. 
1925 : 540. 
1926 : 400. 
1924 ; 500. 
1925: 700. 
1926; 700. 
Während 1924 die Gesamtzahl der publizierten Werke sich auf 
3600 belief, ist sie 1926 mit etwa 5500 Werken auf gleicher Höhe 
wie 1925 geblieben. Der Anteil der ernsten Musik an diesen Ziffern 
hat sich erheblich gesteigert. 
Klaviermusik : 
Der Kunsthandel. 
Öbgleich zahlreiche Buchhandlungen sich dem Kunsthandel im 
Nebenbetrieb widmen, steht er doch nur in lockerer Beziehung zu 
den buchhändlerischen Verkehrseinrichtungen und zu der Organisa- 
tion des Buchhandels. Für ihn hat der Verkehr über Leipzig eigent- 
lich nur soweit Bedeutung, als es sich um den Bezug von Büchern 
und Zeitschriften der Kunstliteratur handelt. Bilder, die nicht auf Rollen 
verpackt sind, können den Leipziger Bücherballen nicht beigeschlossen 
werden, weil sie hier zusammengepreßt und durch Brüche unverkäuf-
	        
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