Full text: Bergwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft

ı. Der erheblich, oft sehr erheblich gesteigerte Bedarf an 
mineralischen Rohstoffen und Kraftquellen im Zeitalter der 
Technik, der Eisenbahnen, der Kriegsrüstungen und der 
europäischen Kolonisation des Erdballs. 
». Die erleichterte Auffindung von Bodenschätzen mit 
Hilfe des Tiefbohrens, der praktischer gewordenen Geologie 
und des entwickelteren Kartenwesens,. 
3. Die schneller arbeitende, auch im Wasser sicherer gewor- 
dene Aus- und Vorrichtung der Lagerstätten mit der 
neueren Schachtbau- und Bohrtechnik. 
4. Das moderne, billigere Massentransportwesen unter 
und über Tage, zu Lande und zu Wasser, daheim und über 
die Meere hinweg. 
5, Die Ablösung des staatlich regulierbaren Orts- und Landes- 
marktes durch den freien internationalen Weltmarkt mit 
Hilfe des Weltverkehrs, der internationalen Börsen: und so- 
genannter Welıfirmen. 
5, Die Beteiligung des größeren Publikums und damit des spe- 
kulierenden Großkapitals, auch des internationalen, 
an bergwirtschaftlichen Unternehmungen auf Grund der 
Aktiengesetze. 
Die Wirkungen dieser technischen, wirtschaftlichen und kul- 
turellen Ursachen waren nun aber folgende Zustandsänderungen 
im Gegensatz zu früher: 
ı. Das Zurücktreten der einzelnen Person, mit deren 
Kraft und Macht die älteren Berggesetze allein fast aus- 
schließlich rechneten, hinter Großfirmen, Syndikate, Welt- 
trusts, denen gegenüber die Behörden, wenn nicht machtlos, 
so doch zunächst vielfach ratlos sind. 
>. Die Geheimhaltung von Aufschlüssen und Lagerstät- 
tenvorräten, von älteren Berggesetzen begünstigt, schädigt 
die allgemeine Wohlfahrt und darf zur Vermeidung des Raub- 
baues und im Interesse der Wissenschaft nicht mehr aufrecht- 
erhalten werden. 
3. Überproduktion und Preiskämpfe führen zu Syndikaten 
erster Reihe oder zu horizontalen Trusts, welche die Er- 
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