Full text: Bergwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft

4. Schürffreiheit ist notwendig 
Die Erforschung und Entwicklung der Minerallagerstätten darf 
nicht ruhen, um die durch den Abbau herausgenommenen Vor- 
räte wieder aufzufüllen. Das gegenwärtige Jahrhundert hat einen 
größeren Verbrauch von mineralischen Rohstoffen als alle vorher- 
gehenden Zeitabschnitte gebracht. In den Vereinigten Staaten hat 
sich der Verbrauch je Kopf in den letzten 40 Jahren verzehnfacht. 
Das Problem der Schürffreiheit, um eine rechtzeitige Ergänzung 
der Vorräte sicherzustellen, ergibt sich zwangsläufig aus seiner 
grundlegenden Bedeutung für das zukünfiige Wohlergehen der 
stark angewachsenen Industrie dermineralischen Rohstofte. Irgend- 
welche Beschränkungen nationaler oder internationaler Art, welche 
die notwendige Suche nach Mineralrohstoffen auf der Erde ein- 
engen, sind prinzipiell unerwünscht. Wir glauben, daß die Unter- 
stützung und Aufsicht der Regierung in Verbindung mit der Schürf- 
freiheit wünschenswert sein kann, soweit sie nicht die Möglich- 
keiten privater Bemühungen zerstört, aber wir glauben ferner, daß 
Regierungsstellen auf diesem Gebiet private Initiative nicht er- 
setzen können. 
Mit Rücksicht auf diese notwendige Schürftätigkeit stehen wir 
ein für Gleichbegünstigung und für die offene Tür auf na- 
tionalem und internationalem Gebiet, Gleichbegünstigung und 
offene Tür werden neben anderem betrachtet unter dem Gesichts- 
punkt, daß sie, ausgenommen die Fälle nationaler Krisen, eine 
Hemmung in der Vergebung von Bergwerkslizenzen und Konzes- 
sionen an Ausländer oder die Übertragung von Konzessionen an 
Ausländer verhindern sollen, sowie daß hierbei keine Hinderungs- 
gründe in der Nationalität der Aktionäre, der Grubenleiter oder 
Aufsichtsräte von bergmännischen Gründungsgesellschaften, von 
Schürfrechten und von Konzessionen festgesetzt werden, sondern 
daß allgemein der freie Kauf und Erwerb durch Privatpersonen 
jeglicher Nationalität bestehen soll. Das Recht des Staates auf Kon- 
trolle seiner natürlichen Hilfsquellen in Kriegszeiten ist natür- 
lich überragend. Es mag auch noch andere besondere oder örtliche 
Umstände geben, welche in Friedenszeiten eine solche Kontrolle 
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