76
DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
sammlung unter anderem mit, daß es ihm gelungen sei, im
redaktionellen Teil verschiedener Zeitungen vierhundert Artikel
unterzubringen. Dieser Erfolg sei dadurch erzielt worden, daß
man Journalisten nach jenem Badeort eingeladen habe. Das
praktische Ergebnis dieser indiskreten Entgleisung war ähnlich
dem vorgeschilderten Fall: Aufforderung zur Boykottierung
des Ortes; ernste Ermahnung an die Zeitungen, entsprechende
Vorkehrungen zu treffen, daß ihr Textteil nicht fernerhin durch
Einladungen und gastliche Bewirtung von Berufsjournalisten
mißbraucht werden könne. Auch in diesem Falle fliegt der
Bumerang nicht nur auf den Urheber des „Wurfes‘“ zurück,
sondern die Allgemeinheit der Fremdenverkehrsinteressenten
wird wiederum getroffen. Schließlich kommen wir noch so weit,
daß alle feuilletonistischen Einsendungen über Badeorte, land-
schaftlich reizvolle Gebiete und Fremdenverkehrsstädte dem
unersättlichen Papierkorb zum Opfer fallen, wenn sie nicht
klar und deutlich den Billigungsstempel der Berufsorganisa-
tionen des Zeitungsgewerbes tragen.
Der zweite, ebenso schlimme Fehler wird bei den jetzt so be-
liebten Preisausschreiben begangen. Weil es mit geradezu ver-
blüffender Häufigkeit geschieht, beschäftigte ich mich in einem
besonderen Kapitel eingehender damit.