Der Preis ist, allgemein gesprochen, ein Ausdruck des Wert
verhältnisses, Aber nicht immer. Im ersteren Fall kann man
folgende Variationen unterscheiden: a) der Wert stimmt mit dem
Preis der Größe nach überein (statisches Gleichgewicht des
einfachen Warensystems); b) der Wert stimmt der Größe nach
nicht überein (typischer Fall); c) der Preis ist eine abgeleitete
Größe, angepaßt der Ware, die an sich keinen Wert hat (z. B.
Wert des Grund und Bodens, als kapitalisierte Rente). Von
diesen Fällen muß die Schein-Form unterschieden werden, wo
der Preis sich auf kein Wertverhältnis stützt. Hier ist der Preis
vom Werte vollkommen losgelöst, ln der Uebergangsperiode
kommt also der Fall der Schein-Form unvermeidlich dem typi
schen Fall nahe.
Diese Erscheinung ist ihrerseits auch an den Zusammenbruch
des Geldsystems geknüpft. Das Geld stellt jene dinglich gesell
schaftliche Bindung, jenen Knoten dar, zu dem das ganze ent
faltete Warensystem der Produktion geschürzt ist. Begreiflich,
daß in der Uebergangsperiode, im Prozeß der Vernichtung des
Warensystems als solchen, ein Prozeß der ,,Selbstverneinung’‘
des Geldes stattfindet. Er drückt sich erstens in der sogenannten
„Geldentwertung“ aus, zweitens darin, daß die Verteilung der
Geldzeichen von der Verteilung der Produkte unabhängig wird
und umgekehrt. Das Geld hört auf, ein allgemeines Aequivalent
zu sein, und wird zum konventionellen — und dabei höchst un
vollkommenen — Zeichen der Produktenzirkulation,
Der Arbeitslohn wird zur Scheingröße, die keinen Inhalt
hat. Soweit die Arbeiterklasse die herrschende Klasse ist, ver
schwindet die Lohnarbeit. In der sozialisierten Produktion gibt
es keine Lohnarbeit. Und inwiefern es keine Lohnarbeit gibt,
insofern gibt es auch keinen Arbeitslohn als Preis der an den
Kapitalisten verkauften Arbeitskraft. Vom Arbeitslohn bleibt
bloß seine äußere Hülle erhalten — die Geldform, die zusammen