fullscreen: Nationale Bodenreform

vorschlug, meinte er, daß ein derartiges vorgehen denk- 
bar sei. Die Kommune könne sogar sselbst den Wohnung- 
bau in die Hand nehmen. Das sei Staatsssozialismus 
oder Kommunalsozialismus, vertrüge sich aber mit dem 
heutigem Staat. Das sei eine Frage, über die sich reden 
lasse. Da könne man ein Loch finden. 
on den später erschienenen Schriften Flürscheims 
U ich hier noch nennen: „P a p st und S oz i a l - 
r e f o r m“ (Düsseldorf 1891) und „Die Rolle des Kapi- 
tals in der Volk s wirt s< a f t“ (Berlin 1892). Fer- 
ner „B au st e i n e“ (Dresden 1895) und „Di e Krank- 
h e it des Wirtschaftkörper s“ (Wien 1905). In 
englischer Sprache hat er: Rent, Interest and Wages, or the 
real Bearings of the Land Question (London 1891), die 
Utopie The real Vistory of Money Island (London 1895) 
und Clue to the economic Labyrinth (London 1902) ver- 
öffentlicht. Diese Schriften vereinen knappe Form mit 
gedankenreichem Inhalt. 
Einige von ihm geprägte Worte, die ich seinem erstem 
Buch „Auf friedlichem Wege“ entnommne habe, mögen 
hier einen Platz finden: „Wenn Sie gut essen und 
schlecht schlafen wollen, so nehmen Sie Industrie-Aktien; 
wenn Sie aber schlecht es en und gut schlafen wollen, so 
nehmen Sie Pfandbriefe (S. 78).“" „Der Grund- und 
Bodenwucher ist allein schuld, daß die Arbeiter weder 
Wohnungen finden, noch das Recht, solche zu erbauen 
finden können (S. 288).“ „Die Sucht, ohne Arbeit zu 
genießen, entspricht der abschreckenden Unproduktivität 
der Arbeit, nicht dem Hang des Menschen zum Nichtstun 
(S. 348).“ „Arbeit ist alles, was wir tun, Vergnügen 
alles, was wir nicht tun müssen (S. 349).“ — Ich gebe sie 
als Beispiele seiner Art zu schreiben, und ich hoffe, daß 
sie zum lesen seiner zu meinem Bedauern in Vergessen- 
heit geratenen Bücher veranlassen mögen. 
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