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maschinisieren. Auch dieser Gewährsmann bespricht den (schon dar-
gestellten) Unterschied zwischen Taylor und Ford; bei Ford könne
der Arbeiter die Bewegungen so ausführen, wie es seiner Individualität
entspricht — nur Bewegungen, die der Sicherheit dienen, müßten
vorschriftsgemäß ausgeführt werden. Auch werde keine (physiologisch
ungesunde) Höchstleistung verlangt, denn die Technik leiste so viel,
daß Ford auf künstlich gesteigerte Leistungen verzichten könne.
Der Berichterstatter bestreitet ferner, daß in ihm (und seinen
Mitarbeitern) ein Unlustgefühl infolge der Monotonie der Arbeit
entstanden sei. Eine Arbeit, die aus Bewegungen besteht, die gleich-
lörmig sind und aufeinanderfolgen, sei durchaus nicht unlustvoll
und wirke nicht eintönig, und wenn, so sei dies — wie der
Psychologe Sander, Leipzig, sagt — ein Beweis dafür, daß der
Arbeiter noch nicht zu einer rhythmischen Gestaltung der moto-
rischen Komplexe gelangt ist. Der Berichterstatter hatte dieselbe
Bewegung 3216mal in einer Nacht auszuführen (an der Bohr-
maschine) — die Zeit verging sehr rasch. In einer anderen Nacht
hatte er eine individuelle Arbeit zu leisten: in den Hauptteil des
Vergasers eine kleine Schraube von Hand einzuschrauben; fast
jedes Schräubchen hatte ihre Eigenheiten und Tücken — war es
deswegen eine interessante, weil abwechslungsreiche Arbeit? Nach
vier Stunden konnte unser Mann kaum mehr gegen eine er-
müdende Monotonie ankämpfen, er wurde nervös, unlustig und
erklärt dies damit, daß er keine Möglichkeit sah, in diese Arbeit
auch nur ein wenig Rhythmus zu bringen. Bei der früheren Arbeit
war es ganz anders: den Bewegungen der Bohrmaschine getreu,
örachte er, seine eigenen Bewegungen, die seiner Hände, die Haltung
seines Körpers in einen Takt, den er selbst bestimmen konnte.
Beim bloßen Zusehen glaube man leicht, daß solche Arbeiten an-
strengender seien als an Maschinen, wo nicht so viele Bewegungen
nötig sind; das sei aber falsch und daher stammten wohl auch die
vielen kritischen Urteile (der Laien und Theoretiker) über die auto-
matische Arbeit. Die Art des Vollzuges der Arbeit sei eben dem
Arbeiter selbst überlassen, und der praktische Amerikaner habe sich
an die psychologisch vorteilhaftesten Arbeitsbewegungen
herangetastet. Auch sei das Tempo des Bandes nicht dem Arbeiter
einfach oktroyiert, nicht künstlich gezüchtet, sondern umgekehrt —
die Wahrheit ist auch hier sehr einfach — dem sich natürlich
ergebenden Tempo der Arbeit abgelesen worden.