Full text : Wirtschaftlichkeitslehre

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sie durch die Vielfalt unserer Zivilisation verdunkelt wird und viele
kaum weiter als bis zu ihrer Nasenspitze sehen können. Die arbeitsparenden
 Maschinen seien die besten Freunde der Arbeiter in ihrer
Gesamtheit; der Arbeiter in Amerika habe einen höheren Reallohn
als der englische, weil er zwei- bis fünfmal so viel Pferdekräfte mehr
Helfer in der Produktion hat. Professor Moore habe erwiesen, daß
die Löhne steigen und fallen wie die Produktivität steigt oder fällt.
Wohl werden durch die Maschinen einige Arbeiter frei, aber nur
"ür kurze Zeit, weil billigerer Absatz wieder mehr Produktion bewirke;
 würden Arbeit und Kapital nicht mehr feilschen über die
Verteilung des augenblicklichen Ertrages, sondern darüber beraten,
wie dieser Ertrag vermehrt werden kann, so wären beide Teile viel
besser daran (Taylor). Fisher polemisiert dann gegen die Ansicht,
daß, wenn die vermehrte Produktivität die Preise senkt, dies ein
Nachteil für die Produzenten sei, zumal wenn ohnehin, nach deren
Ansicht, zu viel produziert werde; diese Produzenten müßten trachten,
so billig zu produzieren, daß sie trotzdem bestehen könnten, sonst
müßten einige von ihnen ausscheiden, denn das Interesse der Käufer
sei das wichtigere; es sei ein volkswirtschaftlicher Schaden, wenn
Produzenten künstlich Knappheit erzeugen und Schutz gegen Wettbewerb
 suchen.
Zum Schlusse faßte Präsident Green die Ergebnisse der Konierenz
 zusammen, wobei er einen wahrhaft großzügigen, die wirtschaftlichen
 und sozialen Probleme der Rationalisierung meisternden
Geist bekundete. »Zeit und Erfahrung haben eine neue Vorstellung
von den Lebensproblemen der Industrie entwickelt.« »Unser Standunkt
 bezüglich der Wirkung der industriellen Prozesse auf die
Wohlfahrt aller an der Industrie Beteiligten ist revolutionär geändert. «
;»Die Trennungslinie zwischen den einzelnen Gruppen in der
Industrie kann nicht mehr gezogen werden, die Interessen aller
Gruppen sind unentwirrbar ineinanderverwoben.« Die »Antreiberei«
‘driving) sei als unwissenschaftlich erkannt, der erfolgreiche Unteraehmer
 führe die Arbeiter dazu, dem Betriebe ihr Bestes frei und
zerne zu geben. Die Arbeiter begriffen, daß hohe Löhne von dem
Grade ihrer Wirksamkeit (efficiency) abhängen und von der kollektiven
 Produktivität aller; die moderne Industrie erfordere eine planvolle
 Führung usw. Früher habe die Leitung autokratisch Löhne, Zeit,
Arbeitsbedingungen festgesetzt, was für die Arbeiter ungerecht war,
die eine gemeinsame Tätigkeit (mit der Leitung) in bezug auf die
            
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