Full text: Deutschlands Auslandsanleihen

Auslandsanleihen der Industrie. 
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durch Werner von Siemens gegründet, war führend in der Ent- 
wicklung des Telegraphen- und Unterseekabelwesens, baute 1869 
die Telegraphenverbindung von England nach Indien, erfand 1869 
die Dynamomaschine, baute 1879 die erste elektrische Straßen- 
bahn. Ihre Tätigkeit erstreckt sich jetzt über das ganze Gebiet der 
Elektrotechnik. Siemens & Halske besitzen über 50 % des Ka- 
pitals der Siemens-Schuckertwerke (der Rest ist im Besitz der mit 
Siemens & Halske eng verbundenen Elektrizitätsgesellschaft vorm. 
Schuckert & Co), ferner 40 % des Kapitals der Osram G, m. b. H. 
Die Siemens-Schuckertwerke wiederum besitzen 67 % des Ka- 
pitals der Österreichischen Siemens-Schuckertwerke A.-G. Sie- 
mens & Halske und Siemens-Schuckertwerke besitzen 26 Fabriken; 
die bedeutendsten Anlagen sind in Siemensstadt bei Berlin und in 
Nürnberg. 
Als Sicherheit für die beiden Anleihen sind, ähnlich wie bei 
der Krupp-Anleihe, Warenvorräte im Verkaufswerte von minde- 
stens 166%, % der Anleihe verpfändet, und zwar durch Eigentums- 
übertragung an die Deutsche Kreditsicherung A.-G., die bekannt- 
lich den seit 1920 von der niederländischen Regierung an die 
deutsche Industrie gewährten 140-Mill-Gulden-Kredit verwaltet. 
Zwecks Tilgung der ursprünglich dreijährigen, aber bereits zum 
1. Januar 1927 vorzeitig gekündiXten Anleihe erfolgte eine halb- 
jährliche Einzahlung von 250 000 $ in einen Tilgungsfonds zum 
Ankauf von Anleihestücken bis zu pari; soweit ein Ankauf nicht 
möglich war, sollten die Beträge an die Gesellschaften zurück- 
gezahlt werden. Eine vorzeitige Kündigung des ganzen noch 
ausstehenden Anleihebetrags durfte zu 101 % zu jedem Zins- 
termin erfolgen, so daß der am 1. Januar 1927 mindestens noch 
vorhanden gewesene Anleihebetrag mit 4292500 $ ausgezahlt 
wurde. Von der zehnjährigen Anleihe werden dagegen halbjähr- 
lich 132000 $ zu 102 % ausgelost. Eine vorzeitige Kündigung 
im ganzen kann zu jedem Zinstermin erfolgen, und zwar zum 
1. Juli 1925 und 1. Januar 1926 zu 104 %, dann jährlich um % %, 
abnehmend bis 1. Juli 1929, von da ab bis zur Fälligkeit zu 102 %. 
Ende September 1926 wurde eine 6% % Anleihe des Kon- 
zerns in Höhe von 24 Mill. $ in der Weise begeben, daß zunächst 
Teilzertifikate (allotment certificates), die auf 50 % lauteten, zum 
Kurse von 99% aufgelegt wurden. Gegen Einzahlung der 
zweiten Hälfte zum 1. September 1927 oder jedem späteren Zins- 
termin (zum gleichen Kurse) erhalten die Inhaber der Zertifikate 
die endgültigen Obligationen. Der Umtausch muß spätestens bis 
1. September 1929 erfolgen, doch kann die Gesellschaft bereits 
vorher mit 60tägiger Voranzeige zur Einzahlung auffordern, sei 
es im ganzen oder in zwei Raten, deren Höhe aber mindestens 
25 % betragen muß. Unterläßt der Zertifikatsinhaber die Ein- 
zahlune. so erlöschen die Zertifikate ohne Rückzahlungsvernpflich-
	        
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