Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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anderen der im vorhergehenden behandelten Verhältnissen sehr häufig 
äußerst schlecht definiert ist, weshalb denn auch die auf das Ein- 
kommen bezüglichen Beobachtungen oft unzuverlässig und gruppen- 
weise mit systematischen Fehlern behaftet sind. 
205. Versucht man indes eine Spaltung des Materials nach 
Gesellschaftsklassen, so wird man sehen, daß die Gesellschaft 
nicht so sehr wie ein „pyramidal“ aufgebautes, organisches Ganzes, 
sondern eher als ein Aggregat aus vielen einzelnen Gruppen, von 
denen jede ihrem Verteilungsgesetz folgt, aufgefaßt werden muß. 
Daß mittels einer solchen Spaltung tatsächlich Aussicht auf eine 
[Isolierung kräftig wirkender Ursachen ist, wenigstens wenn man 
über ausreichend gute und umfangreiche Beobachtungen verfügt, das 
wird bereits aus der Tabelle 41 erhellen, die einige Beispiele der 
Einkommenverteilung innerhalb verschiedener Berufe enthält: 
Tahelle 41. 
Gruppen von 
Einkommen 
unter 1000 Kr. 
L000— 1500 , 
L 500— 2 000 
2000— 3 000 
3 000— 405 
1 000— 500 
5 000—10 0 
10 000—20 06 
20 000—50 66 
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(WW) 
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Obwohl die vorliegenden Einkommenintervalle von höchst ver- 
schiedener Größe sind, so wird doch aus der Tabelle hervorgehen, 
laß bereits eine bloße Gliederung nach Beruf und Geschlecht eine 
[solierung verschiedener Gruppen ermöglicht, deren Verteilung nach 
Einkommen vollständig die der ganzen Bevölkerung eigentümliche 
Form verliert, welche oben (Tabelle 40) gefunden wurde, und sich 
allenfalls der Ähnlichkeit mit dem Exponentialgesetz in dem Grade 
nähert, wie eine deutliche Zusammenhäufung um ein typisches 
Durchschnittseinkommen und eine größere oder kleinere Streuung 
dach beiden Seiten statthat; selbst wenn die Asymmetrie in den 
Verteilungen noch größer ist als mit dem Exponentialgesetz verein-
	        
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