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saren Berechnungen, welche die Voraussetzung der linearen Regression im Ge-
folge hat, erzielen; außerdem ist, wie früher betont, in erster Linie oft die Auf-
gabe die, die Ursachen der sozialen Phänomene feststellen zu können, seltener
dagegen einen genauen zahlenmäßigen Ausdruck für die Wirkung dieser Ursachen
zu finden. Allerdings haben wir bereits oben im $ 206 eine Methode, welche der
hier durchgeführten Berechnung nebengeordnet werden kann, betrachtet; hier
bearbeiteten wir die Abweichungen von einem veränderlichen Durchschnitt
(„moving average“) und deren mittlere Fehler und gelangten ebenfalls zu einer
befriedigenden Übereinstimmung mit dem Exponentialgesetz, ohne daß — wie
hier — davon die Rede sein konnte, die varlierenden Durchschnitte numerisch
wie eine Funktion auszudrücken, ganz einfach weil der benutzte Einteilungsgrund
‘der Beruf) qualitativ und dessen zahlenmäßige Bezeichnung daher ausgeschlossen
war (vgl. 8 55). Wir kehren übrigens noch im folgenden zu einigen den hier
besprochenen nebengeordneten Methoden zurück,
Aufgabe 90. Untersuche Korrelation und Regression zwischen Körper-
größe und Körpergewicht auf Grund folgender Verteilung von 384 fünfjährigen
Glasgower Schulknaben (Biometrika, Vol. X1):
Höhe mn
inches % | a;
Gewicht in pound“
36
Pr
40
3
16
De
2369. Bei der oben gegebenen Darstellung der Ausgleichung
einer Abhängigkeit zwischen zwei Größen x und y als irgend einer
zweckmäßig gewählten Funktion
vY‚o= f(xz, ab. 6....)
die außer x auch einige Konstanten enthält, welche zu bestimmen
sind, haben wir der Einfachheit halber so gerechnet, als ob sämtliche
beobachteten Werte yı, Ya, Ys --.. Von y mit gleicher Genauigkeit
bestimmt (die Beobachtungen „gleich gut“) waren; vgl. auch das
Beispiel im $ 268. Sofern dies möglich ist, hat man jedoch in der
Regel sich zum mindesten eine Vorstellung über die Verschieden-
heiten hinsichtlich der Genauigkeit der Beobachtungen zu bilden.
Die Annahme nämlich, daß alle Beobachtungen gleich gut sind, kann
für das Resultat der Ausgleichung eine nicht unwesentliche Be-
deutung haben. Im allgemeinen ist hierfür keine scharfe Bewertung
erforderlich, da sich die ‚Berücksichtigung geringerer Verschieden-
heiten in der Genauigkeit meist nicht im Ergebnis der Ausgleichung
zu erkennen gibt, wenn man nicht gerade mit übertrieben vielen
Dezimalen rechnet.