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Die Wahrscheinlichkeit für Brandschaden im Laufe eines Jahres
wird für sämtliche Komplexe gleich 1%.) gesetzt, und wir denken
uns der Einfachheit halber, daß alle eintreffenden Schäden volle
Vergütung erfordern. Für den erwarteten Wert der Ausgabe er-
gibt sich dann, vom Diskontofaktor abgesehen,
1 1
Sanp = 1006 San = 1006 200 000 000 = 200000 Kr.,
während die Quadratsumme des mittleren Fehlers
999 999
2— 1“ * San — "1, ; 9 — :
WW = 700 590 = 76 11632 - 10° = 999 . 11 632 000
und u= 107800 Kr.
beträgt.
Wenn die Verwaltung der Gesellschaft jährlich 50000 Kr. er-
fordert und diese kein verfügbares Garantiekapital hat, sondern
solches vollkommen als einen das Dreifache des mittleren Fehlers
betragenden Sicherheitszuschlag beschaffen muß, dann sind für diese
Versicherungen insgesamt folgende Prämienbeträge zu erheben:
Nettoprämie . . . . 200000 Kr.
Sicherheitszuschlag . 323400 ,
Verwaltung .... 50000 „
Zusammen 573 400 Kr.
Das macht 2,87 Kr. pro 1000 Kr. Gebäudewert.
Kann die Gesellschaft dagegen von ihrem Eigenkapital z. B.
100000 Kr. zum Ausgleich einer zufälligen Abweichung von der er-
warteten Anzahl von Schäden reservieren, dann braucht der Sicher-
heitszuschlag nur 223400 Kr. zu betragen, und die Prämie ist dann
nur 2,37 Kr. pro 1000 Kr. Gebäudewert.
Aus dem Ausdruck V/Xa?v?npq für den mittleren Fehler geht
hervor, daß die großen Versicherungen ein verhältnismäßig großes
Risiko im Gefolge haben. Denkt man sich z. B. zwei Gesellschaften
mit je 10 Mill. Kr. Versicherungssumme, von denen die eine die
Summe auf 10000 Versicherungen zu je 1000 Kr., die andere auf
100 Versicherungen zu je 100000 Kr. verteilt hat, und daß die
Wahrscheinlichkeit dafür, daß Schäden eintreffen, !/,g ist, dann wird
die erwartete Ausgabe, vom Diskonto abgesehen, in beiden Gesell-
schaften gleich 1 Mill. Kr. sein. Für die erste Gesellschaft aber ist
der mittlere Fehler dieses Betrages
1000 710000 - +5 - 5 = 30000 Kr.
und für die andere
100000 V100 - +. +% = 800000 Kr.,